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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   

 spielraum1Der „SpielRaum für Entdeckung“ gibt Eltern die Möglichkeit, die Eigenaktivität ihrer Kinder zu beobachten und kennenzulernen. Ihre aufmerksame Anwesenheit und ihr Interesse für das Tun der Kinder schaffen eine Atmosphäre, in der sich diese sicher und wohl fühlen können und Zeit und Raum im freien Spiel beim Erkunden, Ausprobieren und Handhaben geeigneter Materialien genießen.

Seit vier Jahren biete ich nun SpielRaum-Gruppen an einer Volkshochschule in Wien an, und die Nachfrage ist von Semester zu Semester gewachsen.

„Aber so viel Geld damit ich meinem Kind beim Spielen zusehen kann“ sei - wie mir eine Mutter unlängst erzählt hat - ihre erste Reaktion gewesen. Inzwischen kommt sie nun schon mit ihrem Sohn in den dritten Spielraumkurs und abends in die Gesprächsrunde für Eltern.
Ihr Kind war ein sogenanntes Schreikind, sie suchte mit ihm bereits die Schreiambulanz auf, weil niemand in der Familie mehr schlafen konnte und allen die Kraft zu dem respektvollen Miteinander, das sie sich wünschten, fehlte.
Auch in der Gesprächsrunde sind viele Tränen geflossen - der Erschöpfung, der Verzweiflung, des Erstaunens und der Dankbarkeit.
Ein extremes Beispiel vielleicht, aber auch kein Einzelfall. Eltern haben im allgemeinen die besten Absichten und stehen dann im Alltag vor unvorhergesehenen Schwierigkeiten. Von dem was junge Eltern an Unterstützung bräuchten, können Bücher nur einen Bruchteil leisten.

Die kontinuierliche Begleitung in Form von SpielRäumen erscheint mir als eine Möglichkeit, sowohl die Erkenntnisse Emmi Piklers praktisch erfahrbar werden zu lassen als auch ein Gespür und Verständnis für die Vielschichtigkeit der Mutter-Vater-Kind-Beziehung zu gewinnen. Dadurch kann in den ergänzenden Gesprächsrunden respektvoll und angemessen auf persönliche Fragen und Schwierigkeiten eingegangen werden.

Was geschieht im SpielRaum?
Der SpielRaum bietet Kindergruppen verschiedenen Alters die Möglichkeit, in einer entsprechend vorbereiteten Umgebung ohne angeleitet oder gedrängt zu werden, das zu tun, was sie von sich aus tun möchten und wofür sie aufgrund ihrer Entwicklung bereit sind.
spielraum3Es gibt Gruppen für Kinder im Alter von 4-10, 10-18 und von 18-30 Monaten. Diese Einteilung ermöglicht den Kindern, in Ruhe und ungestört zu spielen, da sie sich nicht vor den Aktivitäten kleinerer oder größerer Kinder schützen müssen.
Das Miteinander bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren entsteht eher zufällig, ihr aktives soziales Interesse erwacht mit ungefähr drei Jahren. Darauf bereiten sie sich in diesen ersten Jahren vor, ihre Aufgabe ist es, „sich selbst zu machen“.

Dafür gibt es entsprechende kleine Spielmaterialien, sogenannte offene Materialien wie Anna Tardos sie nennt, die von dem Kind in seinem Einfallsreichtum frei verwendet werden und einen vielseitigen Gebrauch ermöglichen: Reifen, Ringe, Becher, Plastikeimer, große und kleine Bälle, Körbe in unterschiedlichen Größen, Löffel, Dosen, Plastikflaschen, Metallteller und -schüsseln, Tücher – alles Dinge ohne versteckte didaktische Absicht, um die Kreativität des Kindes nicht zu blockieren.
Ebenso gibt es zahlreiche Bewegungsmaterialien: Krabbelkiste/Podest, Kriechtunnel/Labyrinth, Dreieckständer und Hühnerleiter zum Klettern. Der Raum und das Angebot vermitteln den Kindern Ruhe und Sicherheit in Form von Zeit, die das Kind hat, um selbst zu entscheiden, wann es womit und wie lange spielen will. Das kann manchmal für mehrere Stunden das selbe Spiel sein, wenn das Kind nicht mehr von einem Erwachsenen motiviert oder animiert wird und die ruhige Gegenwart seiner Bezugsperson genießen darf.

Begleitendes Dabeisein
Die Eltern sind dabei eingeladen, die Aktivitäten ihrer Kinder zu beobachten, zu erleben und es auszuhalten, wieviel Zeit ein Kind braucht, um sich in einer neuen Umgebung sicher und wohl zu fühlen. Durch das Beobachten wächst nach und nach ihr Vertrauen in die Fähigkeiten ihres Kindes. Ich bitte die Eltern, für ihr Kind da zu sein, wann immer es Trost, Nähe und Kontakt braucht. Auch möchte ich, dass sie die Kinder von einem Platz am Rande des Geschehens aus beobachten und nicht in ihr Spiel eingreifen, und dass sie, wenn sich ihr Kind ihnen nähert, ihm Aufmerksamkeit schenken und beschreibende und bestätigende Worte für das finden, was es ihnen zeigen oder mitteilen will.

„Ich war erstaunt, wie schnell mein Sohn aktiv geworden ist – es war auch so eine Ruhe hier“ war die Antwort einer Mutter auf meine Frage in der abendlichen Runde, wie es den Einzelnen vormittags ergangen sei.

„Es war so entspannend, da sein zu können, nichts tun zu müssen, zuschauen zu können.“ Anna Tardos spricht vom ‚Genießen‘ des Kindes. Das geht natürlich nur, wenn wir bereit sind, abzuwarten und wahrzunehmen, was das Kind von sich aus erkunden möchte, und es bei dieser Suche nicht zu stören, sondern ihm Zeit zu lassen, die Dinge selbst zu entdecken.
Genießen heißt auch, das Kind nicht zu unterbrechen, nicht ständig schon das nächste Spielzeug anzubieten. Kinder lernen durch wiederholtes Probieren, entdecken am Bekannten immer wieder etwas Neues, machen sich mit dessen vielfältigen Möglichkeiten vertraut und entwickeln Ausdauer bei ihren verschiedenen Versuchen.

Darüber hinaus ist es vor allem für Eltern mit Kindern im Alter von 4 bis 10 Monaten immer wieder hilfreich und erstaunlich, zu erleben, dass schon die Kleinsten das Bedürfnis haben, sich aus eigener Initiative zu bewegen. Meist sehen wir in ihnen nur unsichere und noch nicht eigenständige Wesen, die von uns in jeder Hinsicht abhängig sind. Wie wach und interessiert, wie aktiv, beweglich und lebendig kleine Kinder mit vier und fünf Monaten sind, wird erst deutlich, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, in der Rückenlage, in der sie in diesem Alter ihr Gleichgewicht schon gefunden haben, selbständig aktiv zu werden. So können sie nach und nach sich selbst und ihre Umgebung in ihrem eigenen Zeitmaß entdecken.

Meine Aufgabe im SpielRaum besteht vor allem in der Begleitung des kindlichen Tuns: in Form wacher Aufmerksamkeit, Sicherheit gewährender Nähe, beschreibender und bestätigender Worte. Begleitendes Dabeisein kann bei sehr aktiven, selbständigen Kindern ein bestätigender Blickkontakt sein, der bedeutet: „Ich sehe, was du tust.“
Wenn Kinder beim Ausprobieren noch unsicher sind, werden sie von beschreibenden Worten darin unterstützt, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und respektieren zu lernen: „Du probierst das Klettern auf dem Dreieckständer aus. Du bist schon die ersten beiden Sprossen hochgeklettert. Du kannst dich auch ausruhen. Wenn es dir zu hoch wird und nicht mehr gemütlich ist, kannst du wieder zurückklettern.“

Es kann aber auch vorkommen, dass sich ein Kind zu viel zumutet und sein Können nicht richtig einschätzen kann. Bei Hilferufen sind Worte, die den Vorgang beschreiben - „Du bist in das Labyrinth hineingeklettert und jetzt fühlst du dich nicht wohl, weißt aber nicht so recht, wie du wieder herauskommst“ - und das Angebot herauszuhelfen die geeignete Begleitung.
Einem Kind, das sich nicht zu helfen weiß, weil es zu hoch geklettert ist, Anweisungen zu geben, einen Fuß nach dem anderen die Sprossen hinunterzuklettern, würde seine Angst vergrößern und seine Bewegungen unsicher und ungeschickt werden lassen. „Ich hebe dich herunter“ gibt Sicherheit. Dies gilt im besonderen für das von mir beschriebene Alter.

Durch diese Art der Begleitung erfahren Eltern die Möglichkeit, sich zurückzunehmen und Vertrauen in die Eigenaktivität ihrer Kinder zu gewinnen.
Konflikte unter den Kindern sind in diesem Zusammenhang eine weitere Gelegenheit, begleitendes Dabeisein und seine Bedeutung für ein respektvolles Miteinander zu erfahren.
Da die Sorge um das Wohl jedes Kindes uns nur allzu schnell eingreifen lässt, haben kleine Kinder selten die Möglichkeit, sich anderen Kindern interessiert und achtsam zu nähern - wie sie es von Natur aus tun würden, noch sich vor einer bedrängenden Bewegung selbst in Sicherheit zu bringen. Ein Säugling in Bauchlage, dem sich ein Krabbelkind nähert, um sein Gesicht zu erkunden, dreht meist instinktiv seinen Kopf zur Seite, um seine Augen zu schützen.
Ein kleines Kind, welches die Rettungsversuche Erwachsener noch nicht in seinen natürlichen Schutzreaktionen gestört haben, strampelt sich frei, wenn ihm die körperliche Nähe eines gleichaltrigen Kindes zu eng wird. Wenn . . ., denn oft ist es auch ein Erkunden, ein Spiel mit dem anderen, ein Sich-abtasten, ein Spüren oder Kräfte messen.

Dein und Mein – Natürlicher Egozentrismus
Geht es im Miteinander um dein und mein ist es für Eltern - und Kinder - sehr entlastend, zu erfahren, dass Kinder in den ersten drei Lebensjahren ihre persönlichen Dinge ganz mit ihrer Person identifizieren.
Piaget nennt diese Phase den natürlichen Egozentrismus, der anfangs sogar lebensnotwendig ist, denn welches Baby kann sich Gedanken machen, ob seine Mama jetzt wohl Zeit und Muße hat, es zu füttern, wenn es der Hunger plagt.

In der Folgezeit des Sich-kennenlernens ist dieser Egozentrismus eine Art Schutzfunktion für das erwachende Ich. Erwartungen wie „Du kannst es ihm doch leihen!“ oder „Teil es doch mit ihm!“ werden in dieser Zeit als Überforderung und Bedrohung erlebt.

Die geeignete Begleitung bei Konflikten um Spielmaterialien kann unterschiedlich ablaufen. Handelt es sich um persönliche Dinge ist es unsere Aufgabe, den kleinen Menschen in der Sorge um seinen Besitz zu unterstützen: „Das ist dein Lastauto, Lukas. Du musst es nicht hergeben, wenn du nicht willst. - Thomas, du möchtest gerne mit diesem Lastauto spielen. Es gehört Lukas. Solange er es nicht hergeben will, kannst du es nicht haben. Vielleicht finden wir für dich ein anderes.“

spielraum2Bei neutralem Spielmaterial in einer Gruppensituation kann durch die bloße Nähe und Anwesenheit des Erwachsenen in den Kindern genug Sicherheit entstehen für ihre Art und Weise, Konflikte zu lösen. Emotionen beruhigen sich und sie finden eine für sie passende Lösung, ohne dass eine verbale Unterstützung durch den Erwachsenen notwendig geworden wäre.

Wenn Kinder sich jedoch Hilfe suchend an uns wenden, reichen oft neutrale Worte, die die Situation beschreiben, um die Schwierigkeit des Wartens zu erleichtern: „Thomas hat sich den Ball zum Spielen geholt. Michael, ich sehe, du möchtest jetzt auch gerne damit spielen. Wenn Thomas den Ball nicht mehr braucht, kannst du ihn haben.“
Vor allem wird mit diesen Worten auch Michael in seinem Wunsch wahrgenommen, den er durch den Versuch, Thomas den Ball wegzunehmen, ausgedrückt hat. Meist verlaufen solche Situationen deswegen so unbefriedigend, weil wir den Täter zurechtweisen. „Gib das sofort zurück, Thomas hat als erster damit gespielt!“ oder „Das gehört nicht dir!“
Dabei fühlt sich dieses Kind in seinem Bedürfnis, das es durch das Wegnehmen mitteilen wollte, nicht wahrgenommen und unverstanden und wird erneut, meist auf unerwünschte Weise, versuchen, sich zu äußern, mit einem mitunter sehr unglücklichen Ende: „Wenn du nicht ordentlich spielen kannst, gehen wir nach Hause!“

Austausch in der Gesprächsrunde
Der SpielRaum ist nicht zu vergleichen mit vielen der allgemein üblichen Spielgruppen oder Krabbelstuben. Er ist kein Treffpunkt für Mütter und Väter, um sich zu unterhalten.
Damit es nicht zu Missverständnissen und falschen Erwartungen kommt, ist es für interessierte Eltern verpflichtend, einen Einführungsvortrag zu besuchen.

Natürlich habe ich mir sehr bald auch die Frage gestellt, ob bei diesem Angebot nicht doch etwas zu kurz kommt. Das Bedürfnis, sich auszutauschen, weil einem zuhause mit dem Kind allein „die Decke auf den Kopf fällt“ ist legitim und verständlich bei unserer isolierten Wohn- und Lebensweise. Ich konnte aber bald feststellen, dass durch die begleitende Gesprächsrunde am Abend ein Austausch möglich wird, der viel gehaltvoller ist. Zum einen dadurch, dass Eltern erfahren, was Kinder wirklich brauchen, was sie uns durch ihre Eigen-art sagen wollen und wie wir verständiger darauf reagieren können. Zum anderen, weil sich Eltern hier mit ihren persönlichen Schwierigkeiten in dieser neuen Situation der Elternschaft verstanden wissen und auch merken, dass sie nicht alleine damit sind.

Diese Unterstützung erfahren sie vormittags durch das aufmerksame und respektvolle Beobachten anderer Kinder und Eltern und abends, wenn im Gespräch gemeinsam Antworten auf die verschiedenen Fragen gesucht werden. Dabei kehren viele der Themen immer wieder und doch hat jede Familie ihre eigenen Freuden und Schwierigkeiten, aufgrund ihrer eigenen Geschichte.

Die Eltern kommen mit den Kindern einmal in der Woche für anderthalb Stunden in den Spielraum und das sechsmal pro Kurs. Durch das längere Zusammensein ergeben sich Kontakte zwischen den Eltern, die sich in ihrem Bestreben, „anders“, achtsamer und verständnisvoller mit ihren Kindern umzugehen, plötzlich nicht mehr so alleine fühlen, sondern Gleichgesinnte kennenlernen und Freundschaften schließen können.

Das Lebendige in uns und unseren Kindern
Die Fotos aus dem SpielRaum für Entdeckung zeigen, wie geschickt Kinder sich entwickeln, wenn sie für ihren Bewegungsdrang eine geeignete Umgebung vorfinden. Dadurch wird es auch möglich, den Erwachsenen verständlich zu machen, was es heißt, eine „sichere“ Umgebung für Kinder vorzubereiten und sie dadurch kleine Gefahren, wie Emmi Pikler sagt, kennenlernen zu lassen, und sie vor großen Gefahren zu schützen. Die Eltern verstehen mit der Zeit, wie sie dem Kind durch ihr gutgemeintes „Helfen“ die Möglichkeit persönlich für sein Gleichgewicht verantwortlich zu sein, wegnehmen und damit seine Bewegungssicherheit gefährden.

Es ist durch die Arbeit im SpielRaum aber auch möglich, die Ängste bei den Erwachsenen zu erleben, wenn es darum geht, Kinder Schwierigkeiten erfahren zu lassen, darauf zu vertrauen, dass sie selbständig Lösungen finden werden und ihnen nicht sofort Hilfe oder fertige Lösungen aufzudrängen.

Für Kinder, und ich denke auch für uns Erwachsene, für das Lebendige in uns, sind Schwierigkeiten und neue Herausforderungen der Anreiz, weiterzuforschen, seine eigenen Fähigkeiten kennenzulernen und sie weiterzuentwickeln. Kinder zum Beispiel „fallen“ lernen zu lassen ist ein entscheidender Bestandteil ihrer Sicherheit und Selbständigkeit.
Gelangweilte oder ängstliche, verunsicherte und unselbständige Kinder sind oft jene, denen jeder Anreiz, jede herausfordernde, schwierige Situation vom Erwachsenen abgenommen wurde.

Es fällt uns schwer, in einer Zeit, wo alles möglich ist, zu erleben, dass das Leben trotzdem schwierig sein kann, dass ein Sich-weiter-entwickeln nur durch das Überwinden von Schwierigkeiten möglich ist, dass Zufriedenheit das Ergebnis eines sich Bemühens ist und durch das Erproben der eigenen Kräfte und Fähigkeiten erreicht wird. Es fällt schwer, zu sehen, dass das Leben trotz allem begrenzt ist, dass manches heute nicht geht, vielleicht auch morgen noch nicht, aber ich kann es immer wieder probieren. Kinder sind sehr flexibel, wenn wir sie nicht stören und suchen sich immer wieder neue Möglichkeiten, schwierige Situationen zu lösen, entdecken dabei neue Fertigkeiten im Umgang mit Materialien, im Umgang mit ihrem eigenen Körper.

Selbständigwerdenwollen und Kompetenzentwicklung des Kindes
Nicht zuletzt widmen wir auch folgendem Aspekt im SpielRaum und in den abendlichen Gesprächsrunden unsere Aufmerksamkeit: Der Empfindsamkeit, dem Selbständigwerdenwollen und der Kompetenzentwicklung des Kindes.
Pflegesituationen – Wickeln, Anziehen, Ausziehen, Füttern. Auch die Themen Sauberkeit, Einschlafen, Durchschlafen werden angesprochen. Meist geht es um das Thema „Begleitet werden auf dem Weg zur Selbständigkeit“ und die Frage „Wieviel Selbständigkeit gestehe ich meinem Kind zu?“
In den Gesprächsrunden kann jede Mutter, jeder Vater seine Erlebnisse im SpielRaum mitteilen und eine konkrete Frage aus dem Alltag mit ihren Kindern stellen. Damit Situationen anschaulich werden, besteht auch die Möglichkeit, Videos aus dem Pikler-Institut in Budapest zu Rate zu ziehen. Meist ist es der individuelle Zugang, mit der hier jeder einzelnen Frage nachgespürt werden kann, wodurch Hilfe möglich wird. Nicht zuletzt tragen auch die Erfahrungen der Eltern untereinander, vor allem solcher, die schon mehrere SpielRäume mit ihren Kindern besucht haben, dazu bei, dass Hinweise und Orientierungshilfen praktisch bleiben und angenommen werden können, da sie nicht als Modell oder leere Theorie dastehen.
Die Arbeit Emmi Piklers ist ein Angebot, das zu einer wirksamen Unterstützung werden kann, wenn es uns gelingt, im System Familie alle ihre Mitglieder im Auge zu behalten und ihnen aufmerksam und mit Empathie zu begegnen.

In diesem Sinne möchte ich vor allem Anna Tardos aus dem Emmi-Pikler-Institut und Ute Strub (auf deren Impulse die Arbeit in den SpielRäumen zurückgeht) für eben diese einfühlsame und aufmerksame Begleitung auf meinem Weg danken, in der Hoffnung, daß wir alle, die wir uns mittlerweile mit der Pädagogik Emmi Piklers und der Idee des SpielRaums vertraut gemacht haben, sie in der entsprechenden Weise allen Interessierten – Eltern wie Fachkräften – vermitteln.

Mag. Daniela Pichler-Bogner

Literaturempfehlungen:
Dein Baby zeigt Dir den Weg, Gerber Magda, Mit Kindern wachsen Verlag, Freiamt 2000
Miteinander Vertraut werden, Pikler, Emmi, Mit Kindern wachsen Verlag, Freiamt 2002 (erweiterte Neuauflage)
Lasst mir Zeit, Pikler Emmi, Pflaum Verlag, München 2000 (Neuauflage)

Fotos von: pilo

Weitere Informationen über Kurse und ergänzende Literatur erhalten Sie bei:
Pikler-Hengstenberg-Gesellschaft Österreich
c/o Mag. Daniela Pichler-Bogner
Novaragasse 38A/13
1020 Wien
Tel./Fax: 01/942 36 11
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