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Familie in Österreich Drucken E-Mail
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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   

Es ist ja auch ein großer Teil des Lebens, welchen wir im Kreis der Familie verbringen. Obwohl sich die Familienphase in Relation mit der steigenden Lebenserwartung verkürzt, erleben wir viele entscheidende und wichtige Momente in unserem Leben innerhalb der Familie.
Auch wenn der Familie heutzutage nicht mehr diese Bedeutung zugesprochen wird, die sie früher innehatte, so ist sie doch auf verschiedene Weisen ein Lebensmittelpunkt. Die bürgerliche Kleinfamilie hat zwar zunehmend ausgedient, so sinken die Geburtenraten europaweit und geheiratet wird immer später, aber ist sie ist dennoch die häufigste Familienform und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Eltern mit ihren leiblichen Eltern in einem Haushalt leben.

Es gibt allerdings einige Entwicklungen, die darauf verweisen, dass es zu einem Wandel in der familiären Lebensweise gibt. Beispielsweise wird immer später geheiratet: das durchschnittliche Heiratsalter beträgt bei Frauen ca. 28 Jahre bei Männern liegt es bei 31 Jahren. Im Jahr 1961 lagen diese noch bei 22 bei Frauen und 26 bei Männern. Aber nicht nur diese Aspekte deuten darauf hin, dass andere Formen des familiären Zusammenlebens nun vermehrt auftreten; beispielsweise steigt die Scheidungszahl stetig an; gleichzeitig gibt es immer mehr Singles und vermehrt Partnerschaften, in welchen beide Partner bereits Kinder haben. Diese Form der Familie wird auch des Öfteren als „Patchwork-Familie“ bezeichnet.

In Verbindung mit diesen Veränderungen im Bereich der Familie und der Bevölkerungsentwicklung kommt es aber auch zu Problemen, beispielsweise mit dem Pensionssystem, welches auf die Solidarität zwischen den Generationen beruht. Die zunehmende Alterung der Gesellschaft führt dazu, dass das Pensionssystem nicht mehr finanzierbar ist und die Politik gefordert ist, Problemlösungen zu finden. Die Altersvorsorge muss nun zunehmend auf privater Basis geschehen.

Andere Entwicklungen in Verbindung mit der Familie stehen in Verbindung mit dem Wertewandel. Das Stichwort „Individualisierung“ bezeichnet dabei einen Wandel, welcher vermehrt Werte der Selbstentfaltung schätzt – sei dies in Verbindung mit der Wohnform oder im Berufsleben. Die eigenen Ziele stehen im Vordergrund und man versucht seine Bedürfnisse zu befriedigen und das Leben im Single-Dasein zu genießen. Die wichtigste familiäre Beziehung ist die zwischen Eltern und Kindern. Diese Generationenbeziehung ist gekennzeichnet durch gegenseitige Hilfeleistungen aber auch über emotionale Stützung. Dabei ist die Alterspflege ein wichtiges Thema. In Zukunft wird sich aufgrund der immer steigenden Lebenserwartung eine Generation bilden, die sowohl für die Betreuung der Kinder, als auch für die ihrer alten Eltern zu sorgen hat. Dies war in dieser breite bisher noch nie der Fall.

Quelle:
4. Familienbericht Österreich. Abrufbar auf der Homepage des Ministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz unter dem Fachbereich „Familie“: www.bmsg.gv.at
weiters: Die Homepage der Statistik Austria, wo zahlreiche interessante Statistiken über die Familienentwicklung in Österreich und im internationalen/europäischen Vergleich: http://www.statistik.at/

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