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Familie und Gesundheit Drucken E-Mail
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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   
Die durchschnittliche Lebenserwartung für Menschen in Österreich (2003) bei der Geburt liegt bei ca. 79 Jahren; im Vergleich dazu lag dies im Jahr 1970 bei 70 Jahren. Das heißt die Lebenserwartung ist in 30 Jahren um fast 10 Jahre angestiegen. Auch gesunde Ernährung ist zunehmend wichtiger und beinahe in aller Munde.
Die Fortschritte in der Medizin und im Gesundheitsbereich bringen allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Wie sich in Medienberichten und aktuellen Studien zeigt, werden die besten Medikamente und Untersuchungen zunehmend teurer und für viele Menschen unerschwinglich. Es ist die Rede von der ‚Zweiklassenmedizin’.

Nicht nur die soziale Lage, wie das Einkommen, der soziale Status, Bildung oder das Alter haben Einfluss auf die Möglichkeit sich eine gute medizinische Versorgung leisten zu können. Auch die Familie ist hierbei ein wichtiger Faktor: Studien haben gezeigt, dass die Lebenserwartung von Frauen und Männern, die in Partnerschaften oder Familie leben höher ist. Somit ist meist auch der tatsächliche Gesundheitszustand von in Familien lebenden besser und man könnte sagen, dass die Familie einen positiven Einfluss auf den Gesundheitszustand hat.
Gleichzeitig ist in Familien oftmals ein größeres Armutsrisiko vorhanden, beispielsweise aufgrund von einer großen Anzahl an Kindern bzw. wegen allfälligen Unterhaltszahlungen für Kinder aus früheren Partnerschaften, was sich wiederum negativ auf die medizinische Versorgung auswirken könnte. Die schlechte Einkommenslage ist auch bei Frauen zunehmend ein Problem – auf dem Arbeitsmarkt meist benachteiligt – erfolgt die finanzielle Absicherung meist durch die Familie. So zeigt sich das allein stehende Frauen tendenziell einen schlechteren Gesundheitszustand aufweisen.

Die Familie hat demnach einen großen Einfluss auf die Gesundheit: zum einen werden gesundheitsspezifische Lebensstile vermittelt, beispielsweise in Verbindung mit gesunder Ernährung. Weiters spielen Armut und soziale Ausgrenzung wichtige Rollen in Verbindung mit Gesundheit: Frauen und Männer leben in Familien gesünder – sie sind sozial integriert und die wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Armut hat zwei Seiten: besonders allein lebende Frauen haben mit finanziellen Problem zu kämpfen, aber auch Familien mit vielen Kindern oder sonstigen außergewöhnlichen finanziellen Belastungen sind von der Zweiklassenmedizin betroffen.

Quellen:
Statistisches Jahrbuch 2005. www.statistik.gv.at „Tabu Zweiklassenmedizin“ www.derstandard.at (28.08.2005) Paloma Fernández de la Hoz: Familienleben und Gesundheit - aus der Perspektive der sozialen Inklusion. www.oif.ac.at

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