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Frauen gebären ihre Kinder zu Hause. Sie und ihre Partner wollen dieses intime Ereignis in der eigenen Umgebung geschehen lassen. Fachliche Unterstützung bekommen sie durch die Hebamme. Das Gebären zu Hause umgeht Spitalsroutine und verzichtet auf die Anwesenheit eines Arztes. Frauen entscheiden während der Schwangerschaft, zur Geburt zu Hause zu bleiben. Sie wollen Privatheit, Ungestörtheit, Sicherheit durch die bekannte Umgebung, bekannte Menschen und die Hebamme. Die Hebamme verbreitet Ruhe und Geborgenheit, weil sie weiß, wie ein normaler Geburtsverlauf aussieht, dass die Geburt Schmerzen mit sich bringt und viele der auftretenden Schwierigkeiten oder Verzögerungen ohne Technik und Medikamente zu bewältigen sind.
Die Frau wird unterstützt wie sie es wünscht und braucht: mehr oder weniger Nähe, Berührung, Zuspruch oder Erklärung – es gibt keinen vorgegebenen Ablauf – die momentane Situation entscheidet über das Eingreifen oder Belassen.
Im Mittelpunkt des Interesses steht die Frau – das Befinden des Kindes in ihrem Bauch hängt zu dieser Zeit vor allem vom allgemeinen Zustand der Frau ab. An ihr liest die Hebamme die Dringlichkeit von Eingriffen oder Veränderungen ab.
Im Moment der Geburt des Kindes und danach wird die Frau tatkräftig, eindringlich und liebevoll von den Anwesenden unterstützt. Sobald das Kind geboren ist, gibt es Zeit zum Betrachten, Bestaunen, Seufzen und Weinen.
Die darauf folgenden Wochen sind der Familie gewidmet. Es gilt die Frau zu kräftigen und ihr Freiräume zur Erholung zu verschaffen. Die emotionale Situation ist außergewöhnlich und für viele Frauen in ihrer Intensität überraschend.
Aufmerksamkeit und ein geübter Blick helfen der Hebamme, den Frauen die für sie passende Betreuung zukommen zu lassen.
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