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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   

logo_webfamilie2Leider kommt es aber immer öfter vor, auch weil heute über weitaus mehr öffentlich geredet wird, weitaus mehr Verständnis zu erwarten ist, als noch vor 10 Jahren, dass plötzlich der andere Elternteil alle Wege einschlägt um ja an das Kind zu kommen. Hier zählt nicht mehr wirklich, wie man gemeinsam etwas regeln kann ohne das Kind in eine Schlacht mit zu nehmen, sondern hier zählt, wer ist der Stärkere. Wer ist der sogenannte Gewinner. Letztendlich ist niemand der Gewinner, denn das Kind trägt den Schaden. Ungewollt und unbewusst. Es steht in der Mitte und jeder reißt an der Hand.

Wenn dann noch hinzu kommt, dass ein Kind (altersabhängig) Entscheidungen treffen soll, für das es überhaupt noch nicht bereit ist und sein kann, von der Entwicklung her, dann wird es richtig hart.

Man kann sicher sein, es wird sich grundsätzlich einmal für das „leichte" entscheiden. Würde man einem Kind ein Schnitzel mit Pommes oder ein Kindermacmenu vorsetzen, wüsste es wohl auch nicht was es essen solle und nimmt sich wahrscheinlich jenes Essen, welches einfacher zum Verzehren ist. Also ohne Messer und Gabel.

Gab es einen Konflikt bei dem Elternteil, bei dem es bisher lebte, dann wird es wohl kaum freiwillig und einfach so wieder vor der Türe stehen. Man weiß der Ärger ist zwar vorbei, aber dass man um das Gespräch nicht herum kommt. Also lieber die Distanz wahren und abwarten, ob sich alles einfach so in Luft auflöst oder ob es die gewisse Zeit vielleicht nicht mehr gibt.

Kommt in einer solchen Situation dazu, dass der Elternteil, zu dem das Kind „geflüchtet" ist, nicht mit dem Kind darüber redet, sondern darin bestärkt, dass es natürlich alle Freiheiten hat und das natürlich der Elternteil, vor dem das Kind „geflüchtet" ist, so ja nicht sein darf und kann, dann entscheidet das Kind selbstverständlich für die „einfache" Seite. Bis es schließlich, manchmal schon nach ein paar Tagen, manchmal nach wenigen Stunden, vor eine Entscheidung gestellt wird. „Magst Du ganz da bleiben?" - und mit diesem einen Satz erwartet man von einem Minderjährigen eine Meinung, welche dann Hand und Fuß haben soll.

Als nächsten Schritt leitet man dann natürlich, weil ja das Kind das so „WILL und so ENTSCHIEDEN" hat alle möglichen rechtliche Wege ein. Man läuft zum Gericht, obwohl der andere Elternteil vielleicht sogar noch gemeinsame Gespräche anbietet um sinnvolle Lösungen zu suchen. Es zählt all diese Offenheit und Fairness nicht, denn was für den Elternteil zählt zu dem das Kind ging. Endlich ist die Chance da das Kind ganz haben zu können. Auch zählt nicht mehr, welche Leistungen der eine Elternteil all die Jahre vollbracht hat. Es zählt nicht, dass ja das Kind nicht ohne Grund ein so großes Vertrauen in den Elternteil hat zu dem es „geflüchtet" ist. Das Einzige was zählt ist die Gelegenheit. Und Gelegenheit macht Diebe, wie es so schön heißt.

Der Machtkampf beginnt. Wer ist der Stärkere - wer hat die Macht darüber wer was zum Entscheiden hat. Fragen, welche nur zwischen Erwachsenen gestellt werden sollten, laufen über das Kind. Wozu? Damit das Kind noch weiter in diese Konfliktsituation rutscht und keine Ahnung hat wie es da wohl je wieder heraus kann?

Wenn beide Erwachsene stur und egoistisch denken, wird es ein langer Machtkampf. Es kommt zu den sogenannten Schlammschlachten, in denen die Vergangenheit meistens wieder erwacht. All die Gründe, welche man nie benannt hat, bekommen einen Namen. Und alles am Rücken des Kindes.

Rutscht man nun in eine solche Lage hat man zu allererst nur eines im Sinn. Wie schaffe ich es, dass mich mein Kind anhört? Was habe ich falsch gemacht? Wieso entscheidet ein Kind so? Welche Fehler habe ich gemacht?
Fortsetzung

 
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