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Aus verschiedenen Gründen heraus möchten Kinder, die sogenannten Scheidungskinder, zum anderen Elternteil. Oftmals trifft diese Situation von heute auf morgen ein. Ohne Vorahnung, ohne das man nur ein einziges Anzeichen entdecken hätte können.
Es gibt Eltern, das möchten wir natürlich nicht vergessen zu erwähnen, welche trotz Scheidung und trotz „neuer" Familie, nach wie vor auch wirkliche Eltern sind. In diesen Familien funktioniert dies auch einwandfrei. Der betroffene „verlassene" Elternteil kommt mit der Situation gut zurecht, weil er es kennt und nun die „freie" Zeit für sich verwenden kann und dies auch in Anspruch nimmt. Diese Eltern brauchen keine Gerichte und Beschlüsse, selbst dann nicht, wenn bei der Scheidung nur ein Elternteil die Obsorge zugesprochen bekam.
Jedoch die Mehrzahl kann nicht von solchen einfachen Wegen sprechen. Hier steht ein Elternteil plötzlich vor Tatsachen. Kinder, die grösser werden und somit auch versuchen die Grenzen zu übertreten suchen sich einen einfachen Weg. Dies gelingt natürlich auch nur dann, wenn von jeher das Kind zum anderen Elternteil ständig Kontakt hatte.
Sofern der andere Elternteil dann vernünftig denkt und mit dem Kind spricht, kann es natürlich sein, dass das Kind trotzdem bleiben möchte, was ja auch sein Grundrecht ist. Jedoch in der Form, dass das Kind erkennt „Ok, selber entscheiden kann ich zwar nicht, weil Mama und Papa doch miteinander reden und sich das ausmachen, aber ich habe die Möglichkeit meine Meinung zu sagen und beide versuchen das Beste für mich zu machen". Und alles läuft halbwegs friedlich.
Der betroffene Elternteil hat natürlich mit dem "Verlust" Schwierigkeiten, denn es kommt ja nicht nur das Gefühl des „verlassen werden" dazu, sondern auch letztendlich die finanzielle Seite. Man kann natürlich nicht erwarten weiterhin die Alimente zu bekommen, die Familienbeihilfe und sonstige Förderungen. Trotzdem kann man dies auch einfach und normal lösen und das ist dann sehr sinnvoll und auch empfehlenswert. Dadurch kommt das Kind nicht in eine „Auswahlsituation", mit der es überhaupt nichts anfangen kann (abhängig vom Alter) und man kommt nach wie vor gut zurecht, denn es kann passieren, dass das Kind nach einer Zeit sagt „Danke das war es. Jetzt mag ich wieder zurück".
Scheidungskinder sind immer diejenigen, welche leiden, weil sie einfach nicht verstehen können (altersabhängig) warum Papa und Mama sich nicht mehr lieb haben. Oftmals suchen sie die Schuld bei sich (altersabhängig), weil sie vielleicht nicht gefolgt haben, weil sie vielleicht in der Schule nicht gerade toll waren. Kinder suchen einfach die Schuld bei sich und deswegen sollte jedes Scheidungskind in dem Moment erfahren, wenn die Eltern beginnen sich zu trennen, dass niemals sie die Schuldtragenden sind. Das niemand schuld ist, denn es passiert nun mal das sich Menschen irgendwann nicht mehr verstehen. Das man sich nicht mehr so lieb hat, wie man dachte. Man kann es erklären, so dass es das Kind versteht. Und selbst wenn man nicht weiß wie man es erklären kann, dann ist einfach zum Empfehlen eine Beratung hinzu zu ziehen. Denn was ist wichtiger als das letztendlich ein Kind weiß wie und was passiert ohne großen Schaden davon zu tragen. So wirklich schadfrei kann man sie nicht halten. Selbst mit der besten Beratung und den besten Erklärungen, wenn der Abschied kommt, fällt es einfach in ein „Loch". Und auch hier sind beide Eltern dann gefragt und ganz ganz wichtig.
Fortsetzung
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