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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   
startlogoDr. Walter Wadsak Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP), Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Spezialist für Parodontologie (European Dental Association) über Vorbeugen von Anfang an: Spätfolgen mangelnder Mundhygiene im Kindesalter.

Wien, 12. 11. 2008 - Eltern sollte bewusst sein, dass mangelnde Mundhygiene bei Kleinkindern und Kindern die Gesundheit und Attraktivität im Jugendlichen- und Erwachsenenalter ernsthaft beeinträchtigen kann. Kommt es zu einem vorzeitigen Verlust der Milchzähne, können schiefe Zähne oder Missbildungen der Kiefer die Folgen sein. Die Lebensqualität kann durch Zahn- und Kieferschäden nicht nur körperlich, sondern im Fall von Hänseleien, Spott oder Ablehnung auch seelisch beeinträchtigt werden. Neben konsequenter Zahnpflege von Klein auf, stellt - wie klinische Studien dokumentieren - auch zuckerfreier Kaugummi  eine sinnvolle Ergänzung der Mundhygiene dar.


Vorbeugen statt sanieren

„Die Folgen unzureichender Mundhygiene im Kindesalter sind noch bei Jugendlichen und Erwachsenen sichtbar", erklärt Dr. Wadsak, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP). Der Zustand des Milchgebisses beeinflusst das folgende Wechselgebiss (Übergang zwischen Milchzahngebiss und bleibendem Gebiss) ebenso wie das permanente Gebiss. Mit der richtigen Mundhygiene vom ersten Milchzahn an, ist es heute nicht mehr notwendig, im späteren Alter „dritte Zähne" zu bekommen. Das Motto der Zahnprophylaxe lautet daher heute „Vorbeugen statt sanieren".


Langzeitfolgen durch frühzeitigen Milchzahnverlust

Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne und beeinflussen die Entwicklung von Sprache, Kiefer und Schädel. Ein vorzeitiger Verlust der Milchzähne begünstigt die Entwicklung von Lage- und Stellungsanomalien der Kiefer und der bleibenden Zähne. Das zieht nicht selten Hänseleien und die entsprechenden psychosozialen Folgen für das betroffene Kind nach sich. Wird nichts unternommen, bleibt das Aussehen auch im Erwachsenenalter durch den vorzeitigen Zahnverlust negativ beeinflusst und das Selbstbewusstsein leidet.


Fehlende Milchzähne beeinträchtigen außerdem das Kauen und erschweren die Nahrungsaufnahme. Der zu frühe Verlust der vorderen Milchschneidezähne kann die Sprachentwicklung beeinträchtigen. Zusätzlich wird durch das Fehlen der Vorderzähne die  Zunge dazu verleitet, sich im vorderen Bereich zwischen die Kiefer zu legen. In der Folge kann es durch den Zungendruck zu einem offenen Biss (die oberen und unteren Schneidezähne können sich nicht berühren) nach dem Zahnwechsel kommen. Dies führt zu ästhetischen und funktionellen Beeinträchtigungen und kann die Nasenatmung erschweren.


Sanierung kranker Milchzähne von höchster Bedeutung

Am besten ist es natürlich, durch konsequente Zahnpflege Zahnschäden von vornherein zu vermeiden. Wenn Schäden auftreten, ist eine ausreichende Sanierung von höchster Bedeutung - zahnärztliche Dienstleistungen werden derzeit noch nicht rechtzeitig in Anspruch genommen. Ein unbehandelter kariöser Milchzahn im Mund wirkt wie ein Bakterienherd. Benachbarte Zähne können infiziert werden und dadurch kann in der Folge der gesamte Körper geschädigt werden. Unbehandelte kariöse Zähne verschieben das Milieu der Mundhöhle in den sauren Bereich. Der lokal wirkende Säureeinfluss ermöglicht das schnelle Fortschreiten der Karies. Kaugummi hilft, dieses saure Milieu zu neutralisieren und somit das Fortschreiten der Karies zu verzögern. Wird die Zahnärztin/der Zahnarzt erst bei starken Schmerzen aufgesucht, muss der Milchzahn häufig gezogen werden, was extrem belastend für die (Klein-)Kinder ist.


Zuckerfreier Kaugummi hilft, das Kariesrisiko um bis zu 40% zu reduzieren

Tägliche, häuslich angewandte, individuelle Mundhygiene schützt Zähne und Zahnfleisch. Zusätzlich zu Zahnbürste und Zahnpasta müssen bei engstehenden Milchzähnen auch die Zahnzwischenräume gereinigt werden (zum Einsatz kommen Zahnseide bzw. Zahnzwischenraumbürsten etc.).

Klinische Studien[1] dokumentieren: Auch zuckerfreier Kaugummi trägt als Mundhygiene für zwischendurch zur täglichen Zahnpflege bei. „Der Zahnpflegekaugummi regt die Speichelproduktion an und neutralisiert die nach einer Mahlzeit anfallenden Säuren im Mundraum. Der Zahnschmelz wird remineralisiert und die Bildung von Zahnbelag wird verringert", so Dr. Wadsak. Regelmäßiges Kauen, zusätzlich zum Zähneputzen morgens und abends, kann das Kariesrisiko um bis zu 40% reduzieren.


ÖGP unterstützt zahnärztliche Empfehlung von zuckerfreiem Kaugummi

Die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) unterstützt die zahnärztliche Empfehlung von zuckerfreiem Kaugummi als sinnvolle Ergänzung der täglichen Zahnpflege für Kinder und Erwachsene. Kinderzahnpflegekaugummi schmeckt süß und kann Kindern als zahnfreundliche Alternative zu herkömmlichen Süßigkeiten angeboten werden.






[1] Beiswanger, B.B.; Elias, A.; Mau, M.S.; Katz, B.; Proskin, H.M.; Stookey, G.K. (1998): The Effects of Chewing Sugar-Free Gum after Meals on Clinical Caries Incidence. JADA, 129: 1623-6. Kandelman, D.; Gagnon, G. (1990): A 24-Month Clinical Study of the Incidence and Progression of Dental Caries in Relation to Consumption of Chewing Gum Containing Xylitol in School Preventive Programs. Journal Dental Research 69 (11): 1711-1775. Szoke, J.; Banoczy, J.; Proskin, H.M. (2001): Effect of After-Meal Sucrose-Free Gum-Chewing on Clinical Caries. J. Dent. Res. 80 (9): 1725-9.  

 
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