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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Dr. med. Leonhard Loimer   
prof.dr.med.loimerUnerfüllter Kinderwunsch

Anfangs scheint alles so einfach: Ein Paar wünscht sich ein Kind, setzt die Verhütung ab, lässt der Natur ihren freien Lauf und freut sich auf die vermeintlich bald eintretende Schwangerschaft. Die ersten Monate vergehen und die Frau beginnt sich intensiver mit ihrem Zyklus zu beschäftigen. Die Bemühungen um eine Schwangerschaft werden intensiver, die monatliche Periode psychisch belastender und der Gynäkologe des Vertrauens wird aufgesucht. Dabei ist anzumerken, dass es - bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr – bis zu einem Jahr dauern kann, bis eine Schwangerschaft eintritt, auch wenn beide Partner vollkommen gesund und zeugungsfähig sind!

prof.dr.med.loimerDie nächsten Schritte können wie folgt aussehen:
Den weiblichen Hormonstatus bestimmen lassen sowie Ultraschallkontrollen während des Zyklus, ob es eventuell Probleme beim Eisprung gibt. Da jedoch immer häufiger der schlechte Samen des Mannes als Verursacher für eine nicht eintretende Schwangerschaft zu nennen ist, sollte man sich nicht nur auf die Ursachensuche bei der Frau konzentrieren, sondern als Mann den Schritt zum Urologen wagen.
Dort sollte ein Spermiogramm erstellt werden (Befund des Samens über Menge, Beweglichkeit, Aussehen und Vitalität der Spermien). Ist die Erstdiagnose „primäre Sterilität“ ausgesprochen, sorgt das oft für große Verunsicherung beim betroffenen Paar.

Wieso sind wir betroffen? Werden wir nie Kinder haben? Was kann ich tun damit wir doch noch Eltern werden?

Das Wissen über die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten kann in so einer Situation zu einer wesentlichen Erleichterung des Paares führen. Aus Erfahrung wissen wir, dass so eine Diagnose alles andere als einfach zu verarbeiten ist, aber die Paare dennoch in den meisten Fällen mit der richtigen Behandlung zu ihrem Wunschkind gelangen können.
Sofern die ersten Anlaufstellen (Gynäkologen/ Urologen) mit ihren Behandlungsmöglichkeiten nicht erfolgreich waren, ist ein Beratungsgespräch in der KinderWunschKlinik Wels ratsam. Hier werden in angenehmer und ruhiger Atmosphäre bereits vorliegende Befunde gemeinsam besprochen und Behandlungsvorschläge erarbeitet.
Dem Paar wird alles genau erklärt und Fragen vollständig beantwortet. Sollten notwendige Befunde fehlen, so wird deren Erstellung im Zuge des Erstgespräches veranlasst, ebenso kann ein aktuelles Spermiogramm direkt in der Kinder-WunschKlinik erstellt werden. Für jedes Paar wird ein individueller Behandlungsplan Schritt für Schritt erstellt. Je nach Art der Fruchtbarkeitseinschränkung stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Die wichtigsten Behandlungsarten sind IUI, IVF und ICSI. Die IUI (Intrauterine Insemination) wird meist dann angewandt, wenn die Samenqualität nur geringfügig eingeschränkt ist, bei der Frau muss ein normaler Zyklus gegeben sein. Der Samen des Mannes wird im Labor aufbereitet und wird zum Zeitpunkt des Eisprungs der Frau mittels eines dünnen Katheters in deren Gebärmutterhöhle eingebracht. Somit kommen sehr viele Samenzellen dicht an die Eizelle heran und müssen nicht den weiten Weg durch Scheide und Muttermund zurücklegen. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft liegt hier bei etwa 15 % pro Zyklus. Diese Möglichkeit der Behandlung besteht auch bei Paaren, bei denen der Mann eine Azoospermie hat (überhaupt keine Spermien vorhanden) und die daher auf Fremdsamen zurückgreifen müssen. Eine Befruchtung außerhalb des Körpers (IVF) ist mit Fremdsamen in Österreich nicht erlaubt.

Die IVF (in vitro Fertilisation = Befruchtung im Reagenzglas außerhalb des Körpers) ist die geeignete Behandlungsmethode, wenn die Samenqualität gut ist, jedoch z. B. die Eileiter der Frau dauerhaft verschlossen sind. Während einer 10tägigen hormonellen Stimulation der Frau reifen in deren Eierstöcken viele Eizellen. Diese werden auch Follikel genannt. Durch regelmäßige Ultraschallkontrollen während dieser 10 Tage wird der günstigste Zeitpunkt zur Auslösung des Eisprungs und der Eizellentnahme festgelegt. 36 Stunden nachdem der Eisprung ausgelöst wurde, werden mit Hilfe einer langen Nadel die Eizellen aus den Eibläschen entnommen. Dieser Eingriff wird meist unter einer kurzen Narkose durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.
Die so gewonnen Eizellen werden im Labor mit einer Nährflüssigkeit in einem Glasschälchen mit den Spermien vereint und im Brutkasten kultiviert. Je nach Anzahl der befruchteten Eizellen kann man bis zum 5. Tag nach Punktion warten, ehe maximal 2 Embryonen mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutter der Frau zurückgesetzt werden. Übrige Embryonen können für spätere Versuche bei -196° kryokonserviert (tiefgefroren) werden. Ist die Beweglichkeit und Menge der Spermien stark eingeschränkt, bietet sich eine weitere Form der Behandlung an,
die sogenannte ICSI (intracytoplasmatische Spermieninjektion).
Hier werden wie bei der IVF viele Eizellen von den Eierstöcken abpunktiert. Anschließend wird in jede Eizelle ein einzelnes Spermium eingespritzt und so der natürliche Vorgang des Eindringens der Samenzelle in die Eizelle nachgestellt. Hat eine Befruchtung stattgefunden, werden maximal 2 Embryonen - wie bei einem IVF-Verfahren - nach 3 bis 5 Tagen in die Gebärmutter zurückgesetzt.

Die Schwangerschaftsrate bei IVF & ICSI-Behandlungen liegt jeweils bei 50 % und fällt mit zunehmendem Alter der Frau ab. Die Baby-take-home Rate, also jene Schwangerschaften, die mit der Geburt eines Kindes enden, liegt derzeit bei etwa 40 %.
Um das Mehrlingsrisiko nicht unnötig zu erhöhen, werden grundsätzlich nur 2 Embryonen eingesetzt. Nach mehreren Behandlungen kann bei etwa 85 % aller Paare eine Schwangerschaft erzielt werden.

Um die ungewollt kinderlosen Paare in Österreich zu unterstützen wurde ein Fonds eingerichtet, der bei Vorliegen von Fruchtbarkeitsstörungen bei Frau oder Mann (z. B. verklebte Eileiter, schlechte Samenqualität, Endometriose, PCO-Syndrom) zirka 65 % der Behandlungs- und Medikamentenkosten pro Behandlung übernimmt. Und dies bei 4 Versuchen pro Paar. Die Frau darf nicht älter als 40 und der Mann nicht älter als 50 sein. Der Selbstbehalt beträgt bei einer IVF bzw. ICSI im Schnitt etwa € 1.000,00 pro Behandlung.

Erfahrungsaustausch unter Betroffenen ist über Internet-Selbsthilfegruppen wie z.B. klein-putz.net, wunschkinder.net oder wukikiwu.at möglich und nimmt den Betroffenen das Gefühl, völlig alleine mit dieser Situation zurechtkommen zu müssen. Es gibt viel mehr ungewollt kinderlose Paare als es den Anschein hat! Kinderwunschspezialisten gibt es in ganz Österreich, nähere Details mit Adressen der Kinderwunschkliniken finden Sie unter http://oegrm.at Österreichische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie) sowie http://www.ivf-gesellschaft.at (Österreichische IVF-Gesellschaft).

Zum Autor: Primar Dr. med. Leonhard Loimer ist Gynäkologe und IVF-Experte. Er gründete 2002 die KinderWunschKlinik in Wels und führt mittlerweile mit seinem 23-köpfigen Team über 1.000 Behandlungen pro Jahr durch.
Im Jänner 2009 wird die Geburt des 1.000 Babys, das mit Welser Hilfe gezeugt wurde, mit großer Freude erwartet. Kompetente und menschliche Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch stehen in seiner KinderWunschKlinik im Vordergrund. Die familiäre Atmosphäre und Diskretion bringen dem Kinderwunschpaar Wohlbefinden und die nötige Ruhe für eine Behandlung. Mehrmals pro Jahr finden kostenlose Informationsabende über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten in der KinderWunschKlinik Wels statt.

Informieren Sie sich über den nächsten Termin über die Homepage http://www.kinderwunschklinik.at oder fragen Sie telefonisch unter 07242/ 22 44 66 nach!

Kontaktdaten:
KinderWunschKlinik Traunufer Arkade 1 4600 Thalheim/ Wels
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
www.kinderwunschklinik.at
Tel.: 07242/ 22 44 66
Fax: 07242 /22 44 67
Photo und Text alleiniges Eigentum der Kinderwunschklinik Wels, Dr.Leonhard Loimer
 
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