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Geschrieben von Maria Kerstner
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ERFAHRUNGSBERICHT:
Gerade im heurigen Urlaub erkannte ich wie pubertär so 11jährige doch sein können. Es war gleichzeitig ein Abenteuerurlaub, denn ich erkannte als Mutter, mein Sohn löste sich wieder ein Stück von mir. Und es tat weh dies zu erkennen. Mehr als mir je im Kindergarten oder in der Volksschule bewusst wurde.
Sicherlich, ich vertrat immer die Meinung das Kinder ihr Leben leben und wir sie nur begleiten, schützen und ihnen den Weg etwas zeigen. Und sicherlich wußte ich immer, das jeder Schritt wieder ein Schritt in die Selbständigkeit ist. Dies soll auch so sein und muß auch so sein, denn eines Tages gehen sie letztendlich ihren Weg.
Nur es war dieses mal etwas anders. Von heute auf morgen erkannte ich wie selbständig mein Sohn mit seinen 11 Jahren doch ist und doch auch gleichzeitig das sensible Kind, das Schutz sucht oder Trost. Letzteres erfreut natürlich ein Elternherz und zeigt, das es doch noch das Kind ist. Doch man muss sie gehen lassen.
Michael fand natürlich auch im Urlaub sofort Anschluß und auch diese Kinder waren in seinem Alter bzw. um 1 oder 2 Jahre älter. Er kam um gemeinsam zum Essen zu gehen, erzählte aber gleichzeitig über die vereinbarten Treffzeiten. Nur an den Ausflugstagen verbrachten wir wirklich den Tag gemeinsam und sehr innig. Wir lernten beide die Schönheiten zu sehen und sie zu genießen, die das Meer und die Umgebung boten. Wir standelten gemeinsam durch die Einkaufsstrasse vor dem Hotel und er war oft doch der Große, der nein sagte, wenn ein Verkäufer meinte, dies oder jenes sei doch so billig. Darauf war ich sehr stolz, denn es zeigte, wie gut er doch realisieren konnte.
Doch wenn wir einen Badetag eingelegt haben um am Strand zu sein, sah ich ihn selten. Nur, wenn er etwas brauchte oder wenn seine Urlaubsbekanntschaften keine Zeit hatten. Und da spürte ich den kleinen Stich. Zeigte dies natürlich nicht, weil mir gleichzeitig das Herz und der Verstand sagten: "Dein Kind wird grösser, er ist nicht mehr das Kleinkind, das ständig um Dich ist. Genieße doch die Zeit trotzdem, die Du mit ihm im Urlaub verbringst. In einigen Jahren fährt er vielleicht gar nicht mehr mit". Und so lernte ich damit in den 14 Tagen um zu gehen. Doch es ist und bleibt ein eigenartiges Gefühl, wenn Kinder größer und älter werden.
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