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Schulschluss-der nächste Schritt |
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Geschrieben von Maria Kerstner
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Es stellte sich in der 4.Volksschule die große Frage. Weiter in die Mittelschule oder doch eher in die AHS. Nun ich tendierte, und es war zuerst meine Überzeugung, das eine AHS doch viel besser wäre. Unser Sohn würde dort viel mehr lernen und viel klüger werden und vor allem etwas "besseres" sein.
Heute sage ich - So ein Quatsch. Nur weil alle Anderen dies taten, war unser Sohn deswegen etwas anderes? Nein, er ist der selbe Junge. Aufgeweckt, frech und klug. Das sage ich heute, vor einem Jahr noch nicht, weil ich ja der Meinung war, er müsste das Beste bekommen.
Nun gut, für die AHS reichte es ohnedies nicht, weil mit einer 3 in Deutsch hatte er keine Chance. Und da diese ausgesuchte Schule sehr überlaufen war und sehr gefragt, hat es nicht mal die Möglichkeit einer Aufnahmeprüfung gegeben. Die Schule selber hätte ihm auch sehr gut gefallen. Ausgesucht hätte er sich diese. Doch ich denke, auch heute, das es eher die Nähe zu seinem Vater gewesen wäre, der dort um die Ecke wohnt. Die Möglichkeit doch gleich nach der Schule auch mal vorbei zu schauen. An den Besuchswochenenden gleich in Wien zu bleiben. Man soll die Psyche von Kindern niemals unterschätzen. Denn sie lieben beide Elternteile, auch wenn diese geschieden oder getrennt leben.
Jedenfalls kann ich jetzt das Resume machen. Es war kein Fehler, das er in Deutsch Wagram in der Hauptschule blieb. Das Niveau ist das Selbe wie in der 1.AHS oder Gymnasium. Diesen Vergleich habe ich auch, weil die Tochter eines Kollegen in ein Gymnasium geht. Von einer Freundin der Sohn in die Evangelische Schule in Wien 1030 und ehemalige Mitschüler aus der Volksschule eben in diesem AHS sind. Er ist somit auf der selben Stufe, fühlt sich wohl und hat jetzt, laut Aussage eines Lehrers, Gymnasiumreife. Doch wechseln, wechseln würde er jetzt nicht mehr.
Mein Resume daraus ist folgendes, das ich gerne an die Eltern weiter geben möchte, die nun vor der endgültigen Entscheidung stehen. Klar möchte man nur das Beste für das Kind. Sicher möchte man, das es die Ausbildung bekommt, die man selber vielleicht nicht hatte. Oder weil man die Zukunft als beängstigend sieht. Doch Fakt ist trotzdem, es muss das Kind damit klar kommen. In einer AHS oder in einem Gymnasium ist vielleicht der Stoff ähnlich, aber sie stehen doch weitaus mehr unter Druck manchmal. Gut, ich kann es jetzt auch nicht mit Wiener Schulen vergleichen, eben nur mit diesen Kids aus dem Bekannten- und Freundeskreis.
Heute sage ich, diese 4 Jahre - also jetzt dann nur noch 3 - sind nicht schlechter oder besser als die Jahre in einer anderen Schule. Denn wer sagt, das er nach 4 Jahren AHS oder Gym nicht doch die Nase voll hat? Wer sagt das er die Matura machen hätte wollen oder will? All dies entscheidet sich im Laufe der kommenden Jahre. Matura kann er trotzdem machen, die kann er mit 60 noch machen. So gesehen.
Also liebe Eltern. Ich denke, gerade wenn man sein Kind kennt und das tun alle Eltern, dann sollte man auf das Kind "hören". Es hat doch keinen Sinn, wenn es nach einem halben Jahr in einer AHS oder in einem Gym, doch nicht weiter gehen kann, weil es kaputt gehen würde. Der Wechsel ist härter, als wenn es gleich behutsam weiter geht. Es hat auch keinen Sinn, wenn sich das Kind quält und unter Druck steht wegen der notwendigen Noten für erfolgreiches Bestehen. Es geht kaputt.
Wichtig ist, das man doch gemeinsam den besten Weg findet und nicht nach einem Schaden sagt, das war ein Fehler. Klar man lernt daraus, man kann korrigieren überhaupt kein Thema. Aber die Schule sollte Spass machen, denn es ist nun mal ein langer Weg hinaus in die Welt. Und wer weiß, vielleicht sieht man später, das die Matura nichts gebracht hätte, weil das Kind ja doch eher das Handwerk lernen möchte oder eine Ausbildung. Wie gesagt, Matura kann man immer machen und wenn sie nicht erzwungen ist - umso besser, denn das macht wirklich Spaß, weil es aus dem Herzen kommt. Und nicht, weil man unbedingt das machen wollte und musste, was andere wollten. Hier glaube ich müssen manche schmunzeln. Denn sind wir alle das geworden was wir wollten oder wurden wir das was unsere Eltern wollten und änderten es, als wir uns gelöst haben? Wer weiß.......
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