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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Michaela Sauer   

Möchte ich noch mal Kind sein, diese Frage stelle ich mir selbst seit einer Woche, seit dem mir mein Sohn erklärt hat, „Kind sein ist nun wirklich nicht schön".
Diese Aussage hat mich sehr betroffen gemacht und dazu geführt, dass ich meine Hausarbeit sofort stehen gelassen habe und mich sehr für den Hintergrund dieser Aussage interessiert habe.

Ich habe mich zu meinem 8jährigen Sohn hingesetzt und gefragt, wieso er es eigentlich nicht schön findet ein Kind zu sein und was er am Schlimmsten daran findet. Seine Antwort war sehr konkret, „Jeder Erwachsene meint mit uns Kindern schreien zu müssen."


Auf mein Nachfragen erzählte er mir dann, dass am Vormittag die Lehrerin laut in die Klasse gebrüllt hat, weil einige von ihnen heute so lustig waren und nicht aufpassen wollten. Und wenn er jetzt am Nachmittag zu seinem Training geht schreit der Trainer ja auch wieder. Und nur weil der Trainer meint, wenn er ihn anschreit kann er noch schneller laufen. Obwohl er doch schon alles gibt, Auch ein Kind hat doch mal das Recht müde zu sein. Es hilft da gar nichts, wenn der Trainer so laut brüllt.


Ich konnte meinen Sohn sehr gut verstehen wie er sich fühlt wenn er so einen Tag durchleben muss. Gleichzeitig war ich auch sehr schockiert über die längst überholte Methode: Nur wenn man mit Kindern laut und streng ist, dann tun sie etwas.


Ich hab mir dann so für mich gedacht, wie es mir damit gehen würde wenn ich auf meinem Arbeitsplatz angebrüllt werde und dann bei meinem Hobby den Selben Umgangston nochmals erleben müsste. Eines war mir vollkommen klar, ich würde es mir für mich ändern.


Aber können Kinder es für sich ändern? Bis zu einem bestimmten Grad ja, sie können mit ihrem Hobby wieder aufhören, aber soll dass das Ziel sein? Sie können aber nicht zum Lernen aufhören, sondern gegebenenfalls in der Schule plötzlich nach lassen. Sie können damit beginnen, dass sie nicht mehr in den Kindergarten möchten. Spätestens dann, sollten wir Erwachsenen hellhörig werden, wenn wir es nicht schon vorher mit bekommen haben sollten.


Für ein Kind ist etwas ganz wichtig. Doch leider ist dieses Verständnis bis heute noch nicht ganz in uns Erwachsene gereift:


„Ich lerne gerne, wenn ich mich wohl und angenommen fühle. Wenn ich Wertschätzung bekomme und meine Erfolge gesehen werden. Von Menschen, die mir das Gefühl geben geliebt zu werden. Von diesen Menschen, nehme ich gerne etwas an, denen zeige ich gerne, wie toll ich etwas kann. Vor allem zeige ich es diesen Menschen ganz ohne Angst, weil ich weiß ich kann und darf mir einen Fehler erlauben, ohne dass ich klein gemacht werde".


Kinder sind von Grund auf neugierig und wollen alles wissen. Am Stärksten empfinden wir Erwachsene diese Neugier in der „Warum-Phase", da diese Zeit sehr anstrengend sein kann.


Kinder wählen sich ihre Hobbys aus. Sie wollen in ihrer Freizeit etwas machen, erlernen, weil es ihnen in den Anfängen schon sehr viel Spaß macht. Sie möchten von uns Erwachsenen angeleitet, sie möchten es gezeigt bekommen wie sie es noch besser machen können. Ohne Anschreiben. Kinder haben ihre größte Freude wenn sie etwas Neues gelernt haben und es ZEIGEN dürfen.


Besonders gerne zeigen sie es, wenn sie wissen, der Erfolg wird gesehen, die Verbesserung erkannt. Sie zeigen es nicht gerne, wenn sie ständig kritisiert werden oder gar zu hören bekommen „Du machst das falsch. Du kannst das noch immer nicht. Stell Dich doch nicht so an".


Liebe Erwachsene, nehmt Eure „Kritische-Brille" ab mit der ihr immer zuerst sehen wollt was Kinder noch lernen müssen.

Setzt Euch die „Erfolgs-Brille" auf, und seht mal was die Kinder schon alles geschafft haben. Habt dies immer im Hinterkopf:


Erfolg verleiht Flügel und macht Lust auf den nächsten erfolgreichen Schritt. - Misserfolg verleitet zum Aufhören!

Ihre Michaela Sauer
Elternberatung

 
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