|
Geschrieben von Redaktion Webfamilie
|
Der Spinat
Manche Kinder lieben ihn, andere Kinder mögen ihn gar nicht. Dies zu akzeptieren fällt oft schwer, gerade wenn man selber gerne Spinat isst.
Michael war zum Begeistern, im Kleinkindalter. Heute, heute steht der Spinat schon lange nicht mehr am Tisch. Hat die Mutter einmal das Verlangen, dann eben separat.
Doch Spinat, ein wahres Mysterium in der Ernährung. Spinat soll man nicht aufwärmen. Beim Spinat muss man auf die Nitrate achten. Spinat gefroren oder doch lieber frisch zubereitet? Darf das Baby Spinat essen? Ist Spinat gesund? Wie oft darf man Spinat essen?
Viele Fragen, die mitunter oftmals grundverschiedene Antworten haben. Und doch gibt es eine Antwort. Mit Maß und Ziel ist dem Verzehr nichts entgegen zu setzen, sofern es schmeckt. Erzwingen kann man auch hier nichts.
Wie erwähnt, Spinat schmeckt oder schmeckt nicht. Oftmals ist Spinat schon eher ein „Das mag ich aber nicht. Das ist ja grün".
Ich versuchte im Internet und in Büchern zu recherchieren. Es gab viele verschiedene Meinungen und da die Webfamilie.at eine Familienplattform ist, habe ich einfach Dr. Voitl um kurze Info gebeten. Nachstehend lesen Sie diese von Dr. Peter Voitl, Kinderarzt:
Wenn man die üblichen Maßnahmen zur Zubereitung von Babynahrung beachtet, spricht nichts gegen die regelmäßige Gabe von Spinat.
Er sollte natürlich möglichst frisch zubereitet sein, nicht aufgewärmt und eine essbare Temperatur haben. Das Problem bei Spinat ist der mögliche Nitratgehalt, hier muss man aber auch andere Nitratquellen wie das Trinkwasser berücksichtigen.
In Deutschland wurden daher zulässige Nitrat-Höchstmengen für Nahrung und Getränke festgelegt. Diese beinhalten für Trinkwasser 50 mg pro Liter und für Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, 10 mg pro Liter.
Für industriell gefertigte Säuglings- und Kleinkindernahrung (Gläschenkost) gelten 250 mg Nitrat pro Kilogramm.
Frischer Spinat enthält je nach Wachstumsbedingungen und Verarbeitung zwischen 350 und 3900 mg Nitrat pro Kilogramm, Tiefkühl-Spinat um die 2000 mg pro Kilo. Ich denke, daran kann man sich - wenn man den Gehalt im Trinkwasser kennt - einigermaßen orientieren.
Mit besten Grüßen!
Dr. Peter Voitl
Webseite: Kinderarzt.at
|