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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   
Als Mutter eines 11 jährigen Sohnes, der schon immer ein - ich nenne es „Augenesser" - war und blieb, haben wir so manche Kämpfe hinter uns.

Man steht und bereitet zu und sieht es zwar mit eigenen Augen als toll und schön,aber..

..aber kaum steht es auf dem Tisch hört man „Wäh, was ist das denn? Igitt, das esse ich aber sicher nicht". Und die Harmonie beim Tisch ist weg. Der Streit beginnt, man wird selber grantig, denn man stand ja schließlich und kochte und tat und hat gemacht, mit dem Ergebnis „Wäh, das esse ich aber ganz sicher nicht".

Also was tun? Sicher gab es die Zeiten, da ärgerte ich mich. Wir haben gestritten und so manches gemeinsame Essen wurde dadurch erheblich gestört.
Es gab auch Zeiten, da resignierte ich. Ließ ihn sein und habe alleine gegessen. Natürlich mit dem Ergebnis, ich war sauer. Und Kinder sind gerade auch in diesem Themenbereich sehr sensibel.

Irgendwann begann ich es mit Kinderaugen zu sehen. Was habe ich alles zurück gewiesen. Wie oft hörte man von mir „Das esse ich aber nicht. Nein, ich habe keinen Hunger. Ich möchte später essen." Ebenso gab es Zeiten, da konnte man mir täglich Spagetti hinstellen und ich war glücklich, genauso wie Topfenknödel (diese bereitete meine Oma noch selber zu) oder Palatschinken mit Topfen.
Weder wollte ich Fleisch, noch sonst etwas in diese Richtung, außer die berühmte Extrawurstsemmel. Und ich war sehr dünn. So dünn, das ich sogar auf eine Dreiwöchige Kur geschickt wurde, bei der ich noch mehr abgenommen habe und vor allem nach einer Woche wieder nach Hause kam. In dem Augenblick, als ich begann an meine Kindheit und Jugendzeit zu denken, wurde mir klar, ich kann nicht etwas von meinem Sohn verlangen, außer das er zumindest kostet.

Wir begannen im Laufe der Zeit gemeinsam fest zu legen was wir gemeinsam kochen könnten. Gehen zusammen einkaufen und suchen gemeinsam aus. Wobei natürlich oft genug dann letztendlich passiert „Ich habe doch keinen Hunger". Doch etwas, das uns auch etwas mehr Harmonie beim Thema Essen brachte. Michael darf vieles selber machen. Schnitzel panieren, Palatschinkenteig vorbereiten, aber auch selber die Palatschinken - in meinem Beisein - zubereiten. Obst schneiden für den Obstteller danach, wobei ich auch hier mit ihm gemeinsam das Obst auswähle. Die Salate bereitet er auch selber zu und dadurch schmecken sie natürlich viel besser.
Sicher, vieles ist teuer geworden, doch da denke ich mir einfach - wenn Michael dies gerne isst, dann kaufen wir es. Zum Beispiel Ananas isst er für sein Leben gerne und gerade diese sind mit dem Preis um die 2 Euro und mehr (im Angebot manchmal 1,70) teuer.
Gekochtes Gemüse ist überhaupt nicht seine Richtung, doch er isst es dafür gerne roh. Karotten, Gurken, Paprika - und so soll es sein. Wenn ich für mich Gemüse zubereite, dann bekommt er es eben roh dazu oder wie oben erwähnt, der Salat. Auch was die Gemüsesuppen betrifft. Karottensuppe, Zucchinicremesuppe isst er sehr gerne, also steht eben diese Zubereitung öfters auf der Speisekarte.

Die Kämpfe um das Essen ließen nach, auch wenn sie nicht ganz weg sind und mit dem nachstehenden Buch, welches ich mal beim Stöbern gefunden habe, wurde es noch ein wenig einfacher. Und die Rezepte schmecken auch uns Großen. Vieles kann man im Laufe der Zeit abwandeln oder ergänzen.

Persönlich finde ich Rezepte immer als Grundbasis sehr gut, denn jedes Rezept kann man erweitern  und ergänzen, die Basis hat man, auch wenn man berufstätig ist und nicht stundenlang am Abend in der Küche stehen möchte.

Also liebe Eltern, nicht wundern, wenn Sie hören „Ich mag nicht. Hab keinen Hunger. Wäh". Es ist überall fast ähnlich.Diese Zeilen verfasse ich, um Ihnen zu sagen, Sie sind auch mit diesem Problem nicht alleine. Und mit eigener Erfahrung möchte ich Ihnen kleine Anregungen geben um vielleicht etwas krisensichere Mahlzeiten zubereiten zu können.

Einen Punkt möchte ich noch erwähnen. Dieses „Wäh" kann und konnte ich nie leiden, denn meiner Ansicht nach, sollte man zumindest probieren, denn ich glaube kaum, dass man Tintenfisch und Co zu Hause kocht. Ebenfalls darf und sollte man nicht voraussetzen, nur weil man selber gerne Fisch mag, dass dies auch der Nachwuchs mag. Fisch jedoch kann man vielseitig zubereiten, ohne dass es ein Kind oft „merkt".

Aus dem benannten „Kinderhits-Kochbuch" war das erste Gericht China-Reispfanne mit Krabben. Sie werden erstaunt sein, denn ich war es schließlich auch, er merkte nicht einmal dass diese Krabben im Essen gewesen sind. Und im Übrigen war es auch mein „Erstes Mal" das ich Krabben gegessen habe.
Und sollten Sie ein eigenes Rezept kreiert haben, mit dem Sie die besten Erfahrungen machen konnten, dann schicken Sie uns dieses doch. Auch wenn Ihr Kind noch jünger ist, so helfen manche Tipps, wie gemeinsam kochen, einkaufen und aussuchen auch bei kleineren Kindern.

KinderhitsIn diesem Sinne viel Spaß beim Kochen.
Ihre
Maria Kerstner
Redaktion-Webfamilie
Kinderhits-Autorin Dagmar von Cramm
Verlag GU ISBN 3-8338-0311-8
Preis: € 7,50 (D)

 
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