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Geschrieben von Dr.med.Peter Voitl
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Wurmerkrankungen
Erkrankungen durch Würmer sind nicht selten, die in Österreich am häufigsten verbreiteten Würmer sind Madenwürmer (Oxyuren), Bandwürmer und Spulwürmer.
Madenwürmer
Madenwürmer kommen nur beim Menschen vor. Die Madenwürmer werden durch das Verschlucken von Eiern des Wurms übertragen, die von den Würmern nachts um den After abgelegt werden. Die Übertragung erfolgt meist durch verschmutzte Finger; meist sind Kindergarten- und Schulkinder und deren Haushaltskontakte betroffen. Die Würmer sind im Stuhl als kleine weißliche Fäden sichtbar. Wurmeier von Madenwürmern im Stuhl lassen sich nur schwer feststellen, man kann mittels Abstrich versuchen, die Eier nachzuweisen. Die Behandlung erfolgt mit geeigneten Wurmmedikamenten wie Pyrantel-Embonat oder Mebendazol, diese Behandlung soll nach etwa 3 Wochen wiederholt werden, es soll die ganze Familie behandelt werden. Wesentlich sind entsprechende Hygienemaßnahmen wie kurzgeschnittene Fingernägel und Wäschewechsel während der Medikation. Die Toiletten müssen gut gereinigt werden. Eine Krankheitshäufung wird besonders in der kalten Jahreszeit festgestellt. Die Erkrankung kann symptomlos auftreten, meist steht ein Analjucken im Vordergrund. Vermehrter Stuhldrang ist möglich.
Madenwürmer sind häufig, während Band- und Spulwürmer seltener vorkommen.
Bandwürmer
Bandwürmer kommen bei Rindern und Schweinen vor und kommen durch den Verzehr von zu wenig gekochtem Fleisch zum Menschen. Der Nachweis erfolgt im Stuhl. Es können Durchfälle, Verstopfung, Bauchschmerzen und Übelkeit auftreten; oft verläuft die Infektion aber symptomlos. Behandelt wird mit entsprechenden Wurmmitteln wie Pantelmin.
Spulwürmer
Spulwürmer (Ascariden) sind bis zu 50 cm lang. Über schlecht gereinigtes Gemüse gelangen die Wurmeier in den Körper, wo sie sich im Dünndarm entwickeln und über das Blut in Leber, Lunge oder Kehlkopf wandern können. Der Nachweis der Eier erfolgt im Stuhl. Die Erkrankung ist häufig symptomlos, manchmal bestehen Bauchschmerzen, und Erbrechen. Die Therapie ist wie bei Madenwürmern.
Kinderarzt Dr.Voitl
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