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Kleinkind - Entwicklung 1.bis 2.Geburtstag
Der dreizehnte Lebensmonat
Das Kind beginnt, an einer Hand zu laufen, wirft Gegenstände auf den Boden und kann einzelne Worte sprechen. Das Lebensmittelangebot gleicht sich immer mehr an das der Erwachsenen an, aber salzen und würzen Sie nur sehr wenig.
Es ist völlig normal, wenn ein Kind mal in seinem Essen herumstochert und dann wieder isst wie ein Scheunendrescher. Kleinkinder haben noch ein sehr gesundes Empfinden dafür, wieviel sie brauchen. Erst wenn auffällige Essgewohnheiten länger dauern und Ihr Kind zu dünn oder zu dick wird, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen.
Mindestens eine warme Mahlzeit am Tag ist wichtig (mittags und/oder abends). Sie sollte vorwiegend aus Gemüse mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln bestehen mit nur wenig gedünstetem Fleisch oder Fisch. Sorgen Sie bei Gemüse für Abwechslung, pürieren sie es manchmal, mischen Sie es mit Kräutern oder geben Sie Ketchup dazu. Falls Ihr Kind plötzlich kein Gemüse mehr mag, keine Sorge. Meist legen sich Abneigungen von selbst.
Morgens kann man Milch, belegte Brote, ein Müsli oder eine Milchspeise mit Getreideflocken, frischem Obst und Nüssen anbieten. Fertige Müslimischungen enthalten oft viel Zucker. Optimal für zwischendurch sind frisches Obst und rohes Gemüse, ein Stück Kuchen, Vollkornkekse oder ein Honigbrot.
Vermeiden sollten Sie zu süße und zu fette Speisen, gezuckterte Teefläschchen und stark Gewürztes und Gesalzenes, außerdem Säfte, Joghurts und Süßigkeiten, die mit Extra-Portionen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind. Für eine ausgewogene Ernährung sind diese meist auch teuren Lebensmittel überflüssig.
Der vierzehnte Lebensmonat
Die meisten Kinder laufen ohne Hilfe und essen bereits mit einem Löffel, wahrscheinlich noch etwas unbeholfen. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln wird angeboten. Schubladen und Abfallkörbe werden erforscht.
Achten Sie auf eine kindersichere Wohnung
Kinder, die krabbeln oder gar laufen können, sind meist sehr aktiv und neugierig. Es ist angenehmer für das Kind, eine sichere Welt ohne allzu viele Verbote erforschen zu können.
Schubladen sollten mit einem Stopper gesichert werden, damit die Schublade nicht ganz herausfallen kann oder überhaupt mit Sicherungen, die das Öffnen der Schublade verhindern. Besonders wichtig ist dies an Schränken, die Chemikalien wie Waschpulver oder Spülmittel enthalten.
Bei Elektrogeräten sollte man darauf achten, dass weder das Gerät selbst noch dessen Kabel in Reichweite des Kindes ist. Wenn das Kind an einem Kabel zieht, fällt das Gerät mitsamt Inhalt hinunter.
Den Herd sichert man am besten mit einem Gitter, das Kinderfinger von heißen Herdplatten und Topf- und Pfannengriffen fernhält. Viele Backöfen haben bereits eingebaute Kindersicherungen.
Regale sollten mit Winkeleisen an der Wand befestigt werden.
Teppiche und Matten können mit Gummimatten am Rutschen gehindert werden.
Steckdosen müssen im ganzen Haus gesichert werden. Es gibt Plastikaufsätze, die guten Schutz bieten.
Fenster müssen vor unkontrolliertem Öfnnen sicher sein. Bringen Sie Sicherungen an den Fenstern an, damit diese sich nicht weiter als etwa 10cm öffnen lassen.
Bewahren Sie Medikamente immer nur in einem verschlossenen Schrank auf.
Treppen sind bis zu einem Alter von 4-5 Jahren gefährlich und können mit einer Gittertür gesichert werden.
Der fünfzehnte Lebensmonat
Die Kinder kritzeln mit einem Buntstift und ahmen die Eltern bei der Hausarbeit nach. Wutanfälle kommen in der Regel zwischen 12 Monaten und drei Jahren vor. Diese können durchaus heftig sein, manche Kinder halten die Luft an und werden auch blau dabei.
Diese sogenannten Affektkrämpfe (die kinderärztlich abgeklärt werden sollten) dauern oft bis zum Besuch eines Kindergartens an. Interessanterweise haben die Kinder im Kindergarten - von einer Gewöhnungsphase am Anfang abgesehen - meistens keine oder kaum Affektkrämpfe, offenbar, weil die anderen Kinder eine Vorbildwirkung haben.
Der achtzehnte Lebensmonat
Die Kinder können beim Spielen Bausteine aufeinander stapeln und beginnen, Treppen zu steigen. Einige Kleidungsstücke werden selbst ausgezogen und es beginnen die Zwei-Wort-Sätze, wie zum Beispiel „Trinken haben". Mit eineinhalb Jahren können die meisten Kinder einfache Bitten befolgen.
Ein 18 Monate altes Kind besitzt in der Regel einen Wortschatz von ca. 10 bis 15 Worten, bei einigen Kindern dauert es mit der Sprache hingegen noch ein wenig länger.
Die letzte Auffrischungsimpfung der 6-fach Impfung gegen Diphterie, Keuchhusten, Polio, Tetanus, Hämophilus und Hepatitis sollte durchgeführt werden.
Webseite: Kinderarzt Dr.Voitl
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