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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   

Mattel-Rückholaktion in Österreich läuft: 90.000 Artikel betroffen
Quelle: Der Standard

Bereits der zweite Rückruf von Mattel-Erzeugnissen innerhalb weniger Wochen

Wien - Von der am Dienstag gestarteten Spielwaren-Rückholaktion des US-Konzerns Mattel sind in Österreich rund 90.000 Artikel betroffen. Weltweit sind rund 18 Mio. Artikel im Umlauf, die eine Gefahr für Kinder aufweisen, da ihre Lackierung einen erhöhten Bleigehalt enthält oder Magnet-Zubehörteile als leicht verschluck bar gelten.

Der Fachhandel in Österreich wickle die Rückholaktion so "unbürokratisch wie nur irgend möglich" ab, betonte Ernst Aichinger, Obmann des Bundesgremiums Spielwarenhandel in der Wirtschaftskammer Österreich, am Donnerstag in einer Aussendung. Der Rückruf laufe "kulant und rasch".

Rücklauf bisher sehr gering

Die Reaktion der Konsumenten fiel vorerst verhalten aus: Bis Donnerstag blieb der große Ansturm beim Hersteller aus. Auch Schadensfälle sind noch keine gemeldet. Es ist bereits der zweite Rückruf von Mattel-Erzeugnissen innerhalb weniger Wochen. Wie stark der Ansturm ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Beim Rückruf vor wenigen Wochen von Artikeln der Fisher Price "Sesamstraße"-Serie war der Rücklauf sehr gering. Auch bei der aktuellen Aktion ist das Echo vorerst bescheiden, wie Vertreter der Spielwarengeschäfte bestätigten. Man sei zwar damit beschäftigt, die betroffenen Artikel aus dem Verkehr zu ziehen. Schadensmeldungen von Konsumenten seien aber bisher ausgeblieben.

Aus den heimischen Spielwarengeschäften und Kinderzimmern wird das Spielzeug-Militärfahrzeug "Sarges", "Barbie"-, "Polly Pocket"- und "Doggie Day Care"-Serien zurückgeordert.

EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva äußerte sich am Donnerstag in Brüssel positiv zum Vorgehen von Mattel. "Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Behörden ist der Schlüssel für die Sicherheit von Produkten.", erklärte die Politikerin und lobte das verantwortungsvolle Handeln der US-Firma. (APA)

 
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