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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Susanne Sonnleithner   

Holz
Das Yin Organ des Holzes ist die Leber, das Yang Organ die Gallenblase. Das Element Holz steht für die Jahreszeit Frühling, seine Bewegung ist nach oben gerichtet. Der dem Frühling zugeordnete Klimafaktor ist der Wind. Die zugeordneten Körperteile sind: Sehnen, Muskeln und Nägel. Die geistige Komponente ist Hun. Die dem Holz zugeordneten Emotionen sind Zorn, Verzeihen und Kreativität. Dem Element Haolz wird die Farbe grün zugeordnet. Ein Mensch im Holztyp ist meist eher drahtig oder elastisch wie ein grüner Zweig, sehr aktiv mit immer wieder neuen Ideen und Durchsetzungskraft. Der Lebertyp neigt leicht zu Zornattacken („Ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen"). Ist der Zorn situationsgemäß und es erfolgt ein Verzeihen ist er physiologisch. 

Die Leber ist zuständig für einen harmonischen und freien Qi-Fluss. Die Gallenblase speichert das Leber-Qi und hilft mit, wichtige Entscheidungen zu treffen. Der dem Holz zugeordnete Geschmack ist sauer. Sauer zieht zusammen, sammelt und erhält Säfte. Er schließt die Körperöffnungen und mindert übermäßiges Schwitzen.

Ähnlich wie ein Baum im Frühjahr nach der Ruhephase im Winter wieder mit dem Wachstum beginnt und Äste austreibt, verhält sich auch der Mensch im Holzelement. Er bringt seine Säfte wieder nach oben und treibt aus. Das Holzelement ist die Zeit der Kindheit und Jugend.  Die Nahrung in der Zeit des Holzelementes sollte das Qi aufbauen, seinen freien Fluss gewährleisten und die Funktionen von Milz und Leber unterstützen. Sie sollte leicht wärmend und mit steigender Wirkrichtung sein. Ein Teil der Nahrung sollte sauer sein, um das Leber Yin zu stabilisieren, damit das aufsteigende Leber Yang nicht die Oberhand gewinnt.

Feuer
Dem Feuer wird als Yin Organ das Herz und als Yang Organ der Dünndarm zugeordnet. Das Element Feuer steht für die Jahreszeit Sommer. Sein Klimafaktor ist die Hitze. Im Sommer ist das Yang am höchsten. Seine Bewegung ist nach außen gerichtet. Zu den Körperteilen, die dem Feuer zugeordnet sind, gehören die Blutgefäße. Die dem Feuer zugeordnete Farbe ist rot. Die geistige Komponente ist Shen. Das Herz sorgt für geistige Klarheit. Die dem Element Feuer zugeordnete Emotion ist die Freude. Der ihm zugeordnete Geschmack ist bitter. Bitter trocknet, leitet nach unten aus, regt die Verdauung an und verhindert die Ausbildung von Feuchtigkeit im Körper. Das Herz wandelt mit Hilfe von Qi einen Teil der nachgeburtlichen Essenz in Blut um. Der Dünndarm trennt Klares von Trübem. Das betrifft nicht nur den Prozeß der Nahrungsverwertung, sondern bezieht sich auch auf den Prozeß einer Entscheidungsfindung.

Der Herztyp ist offen, kontaktfreudig, lern- und begeisterungsfähig. Ein Übermaß an Freude schädigt den Körper.

So wie ein Baum im Sommer in voller Pracht steht, sich gut entwickelt hat und erste Fruchtknoten austreibt, so befindet sich auch der mensch im Element Feuer auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung. Das Element Feuer ist die Lebensphase des jungen Erwachsenenalters, die Zeit des Sturm und Drang. Die Nahrung in der Zeit des Feuerelementes  sollte kühlend und befeuchtend sein.

Erde
Die Erde nimmt innerhalb der Fünf Wandlungsphasen eine Sonderposition ein. Betrachtet man die Position der Erde im kosmologischen Zyklus, steht sie in der Mitte und stellt die Übergangszeiten (Doyo-Zeiten) zu den einzelnen Jahreszeiten dar. Im Hervorbringungszyklus ist ihre Position als Spätsommer gekennzeichnet. 

Die dem Element Erde zugeordneten Organe sind ie Milz und der Magen. Sie sind für die Aufnahme, Umwandlung und Verteilung der Nahrung zuständig. Sie sind die Quelle von Qi, Blut und Körperflüssigkeiten. Die Milz als das Yin-Organ bringt die Nahrungsenergie zur Lunge, wo sie mit der Atemenergie verbunden wird. Der Magen (Yang Organ) bewegt den Nahrungsbrei nach unten zu den Därmen. Die Erde ist ein besonders sensibles Element. Ist sie aus dem Gleichgewicht, kann weder sie noch ein anderes Element optimal versorgt werden. Dies gilt auch für die entsprechend zugeordneten Organe. Durch die Ernährung kann die Milz gestärkt oder geschwächt werden. Die geistige Komponente des Elements Erde ist Yi. Ein Mensch mit guter Erdqualität besitzt Bodenständigkeit, Konzentrationsfähigkeit, kann klar denken und ist verlässlich. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Ein schwaches Erdelement neigt zum grübeln, kreisenden Gedanken, körperlicher und geistiger Schwere und zu Zivilisationskrankheiten.

Der Spätsommer ist die Zeit der Ernte. Die Früchte sind reif, saftig und süß. Der Klimafaktor des Erdeelementes ist die Feuchtigkeit. Die ihm zugeordnete Farbe ist gelb, der Geschmack süß.

Der süße Geschmack kräftigt, harmonisiert, tonisiert und nährt. Er löst innere Anspannungen (Frust) und befeuchtet. Ein Großteil der Bevölkerung greift bei Frust zu Naschereien. Dies ist ein falsch verstandenes Signal unseres Körpers. Zucker, Auszugsmehle (besonders Weizen), übermäßige und falsche Fette sowie einige Kombinationen von Milchprodukten (süße Joghurts) und zu kalte Lebensmittel (Zitrone, Orange) sind aus der Sicht der TCM die Hauptverursacher von Zivilisationskrankheiten.

Im Erdeelement sollte auf eine warme und abwechslungsreicher Ernährung, mit einem hohen Getreide- oder Hülsenfrüchteanteil kombiniert mit Fleisch, Obst, Gemüse und Kräutern geachtet werden. Um den Körper in einem ausgeglichenen Feuchtigkeitszustand zu halten, sollte immer etwas bitterer Geschmack in der Nahrung sein. Die Erdezeit ist die Zeit der Familiengründung. Ein Baum im Spätsommer trägt reife und süße Früchte.

Metall
Dem Metallelement sind Lunge(Yin) und Dickdarm (Yang) zugeordnet. Ihre Aufgabe ist es, Qi über die Atmung aufzunehmen und dieses Atmungs-Qi mit dem Nahrungs-Qi zu verbinden. Die Lunge ist auch für das Immunsystem zuständig, das sich nach Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin an der Körperoberfläche befindet. Die Lunge kontrolliert auch das Öffnen und Schließen der Poren und somit das Schwitzen. Sie sendet das Qi zur Niere. Die dem Metallelement zugeordnete Jahreszeit ist der Herbst, der zugeordnete Klimafaktor ist Trockenheit. Die dem Metall zugeordnete Farbe ist weiß. Die Geistige Komponente im Metallelement ist Po. Po ist der Architekt des Körpers und Sitz der Instinkte. Der Lungentyp ist eher humorlos, in sich zurückgezogen und leicht Infektanfällig.

Im Herbst werden die Früchte des Baumes geerntet. Die Säfte beginnen sich zur Wurzel zu ziehen und die Blätter fallen von den Ästen. Im Lebenszyklus stellt das Metallelement die Zeit der Wechseljahre und des frühen Alters dar. Der Herbst steht für den Genuss der geschaffenen Werte und dem Loslassen von Altem.

Die Nahrung im Herbst sollte leicht sauer sein, um das nach innen Ziehen zu unterstützen. Gleichzeitig sollte sie auch wärmend und pikant sein, um genug Energie für das Wei-Qi zur Verfügung zu stellen.

Wasser
Dem Element Wasser sind als Organe die Niere (Yin) und die Blase (Yang) zugeordnet. In der Niere wird die vorgeburtliche Essenz gespeichert. Die Niere kontrolliert Wachstum, Reproduktion und den Wasserkreislauf im Körper. Sie versorgt die festen Strukturen im Körper (Haare, Zähne und Knochen). Sie ist die Wurzel von allem Yin und Yang im Körper. Das Element Wasser steht für den Winter. Dem Element Wasser zugeordnet sind der Klimafaktor Kälte und die Farbe Schwarz. Die geistige Komponente ist Zhi. Eine gut ausgeprägte Niere zeigt sich in Stärke und Willenskraft. Ein Nierentyp(schlecht ausgeprägte Niere) ist scheu, unsicher, verklemmt und ängstlich.

Ein Baum regeneriert im Winter in seinen Wurzeln seine Säfte und Energien, um sie im Frühling gestärkt austreiben zu lassen. Im Lebenszyklus ist steht das Element Wasser für das hohe Alter und den Tod. Nach chinesischer Vorstellung liegt in jedem Absterben wieder der Keim für etwas Neues.

Die Ernährung im Element Wasser sollte warm, süß und leicht scharf sein.
Susanne Sonnleithner
Dipl.Ernährungsberaterin nach TCM
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