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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   

Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit

Kühler Kopf beim heißen Match

Fußballnation Österreich: Rund 600.000 Österreicher ab dem sechsten Lebensjahr spielen in ihrer Freizeit gelegentlich bis regelmäßig Fußball, 290.000 davon organisiert in einem Verein.


Nach wie vor ist das Kicken eine Männerdomäne: Etwa jeder siebte Österreicher, aber nur etwa jede 130. Österreicherin findet an diesem Sport Gefallen. Die Jagd aufs runde Leder zählt damit zu den beliebtesten Sportarten der Alpenrepublik. Hinzu kommen die Fußballbegeisterten, die auf dem Sofa oder im Stadion mitfiebern und den anderen das Laufen überlassen - damit aber freilich weit sicherer unterwegs sind als die aktiven Fußballer, denn das Verletzungsrisiko bei Österreichs Nationalsport ist nicht zu unterschätzen: 2005 verletzten sich rund 30.300 Personen beim Fußball spielen so schwer, dass sie den Weg vom Rasen ins Spital antreten mussten.

Fußball ist ein Teamsport, bei dem die Emotionen hoch gehen. Gerade Kinder und Jugendliche legen immer wieder einen übertriebenen Kampfgeist an den Tag.

Nicht verwunderlich also, dass 24 Prozent der im Spital behandelten Fußballspieler jünger als 15 Jahre sind. Das Durchschnittsalter bei den Verletzten liegt mit 23 Jahren generell sehr niedrig.

Deshalb: Bei einem heißen Match immer einen kühlen Kopf bewahren und Fairness walten lassen. Fair Play ist in vielen Fällen mehr Wunsch als Realität: Unfallhergänge wie "Gegner hat Ellbogen auf Nase geschlagen", "Gegner schoss Ball auf Nase", "hatte plötzlich Schlägerei mit Gegner" oder "wurde von Gegner gerammt" zeigen, dass es auf dem Rasen nicht immer sanft zugeht.

Immerhin rund ein Viertel (27%) aller im Krankenhaus behandelten Verletzungen sind auf Fremdverschulden zurückzuführen, bei 55 Prozent waren Übermut, Hektik und Stress die Unfallursache. Besonders das männliche Geschlecht lässt beim Fußball spielen schon mal die Manieren des Gentlemans fallen: 94 Prozent aller ins Spital eingelieferten Hobbykicker sind Buben oder Männer.

Die Hälfte aller Verletzungen beim Kicken resultiert aus Zusammenstößen, gefolgt von Stürzen (28%) und Überstrapazierung (21%). Bei typischen Fußball-Bewegungen kann man leicht umknöcheln oder auf dem Gras ausrutschen. Nicht verwunderlich also, dass jede vierte Verletzung das Knie betrifft.
 

Keine andere Sportart bewegt Woche für Woche so viele Österreicher wie der Fußball - und das soll auch so bleiben. Doch Begeisterung und Leidenschaft dürfen niemanden davon abhalten, sich durch einfache Maßnahmen besser zu schützen und das Verletzungsrisiko zu verringern.


Ein regelmäßiges und ausgewogenes Training über das ganze Jahr verteilt - statt sich erst kurz vor einem Spiel extrem reinzusteigern - ist die Grundvoraussetzung für ein verletzungsarmes Fußballspiel.

Aufwärmen und Stretching vor und nach dem Spiel nicht vergessen! Unfallfreies Kicken erfordert außerdem ein den Platzverhältnissen angepasstes Schuhwerk sowie die Verwendung von Schutzartikeln (z.B. Schienbeinschützer, lange Hosen bei Kunstrasenplätzen).


Ebenfalls wichtig: Nicht foulen, energisch gegen jede Art von Brutalität vorgehen und so Fair Play gewährleisten.

Last but not least: Schmuck und Alkohol haben nichts auf dem Fußballplatz verloren. Am besten ist es, in sich „hineinzuhören" und dann zu entscheiden, Spielzeit oder Spielfeldgröße an das eigene Können und die momentane körperliche Verfassung anzupassen. Sollte es einen Hobbykicker doch erwischt haben: Verletzungen unbedingt vollständig ausheilen lassen.
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