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Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


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Geschrieben von Redaktion Webfamilie   
Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit

Viele und hochwertige Spielplätze braucht das Land

Klettern, Rutschen, Wippen und Schaukeln: Mit dem warmen Wetter füllen sich die Spielplätze – und leider auch die Gipsabteilungen der Krankenhäuser. 2005 verletzten sich laut Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) rund 6.800 Kinder unter 15 Jahren auf einem Spielplatz so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten, 43 Prozent von ihnen infolge eines Knochenbruchs. 

Eltern sollten sich trotzdem nicht scheuen, ihre Jüngsten auf Spielplätzen toben zu lassen. Kinder sind keine Porzellanpuppen. Sie halten kleine Unfälle aus und leiden an ihnen meist viel weniger als die Eltern. Ein gebrochener Arm ist kein Drama und gehört zur Kindheit dazu. Bewegung ist enorm wichtig für die Entwicklung und sollte deshalb immer gefördert werden. Diese hilft letztlich durch den Aufbau von Kraft und Geschicklichkeit, Unfälle zu vermeiden.

Nichts desto trotz ist natürlich klar: Von Einrichtungen, die speziell für Kinder gemacht sind, dürfen keine Gefahren ausgehen. Ein harter Boden unter einem Klettergerüst, Glasscherben im Sandkasten oder fehlende Abgrenzungen zum Straßenverkehr sind absolut tabu! Österreich braucht viele Spielplätze, aber sie müssen nicht nur interessant, sondern auch sicher und hochwertig gebaut sein. Ein Problem stellen auch Spielplätze in privaten Gärten dar, die errichtet, aber nicht immer gepflegt werden. So verletzten sich im Jahr 2005 rund 5.800 Kinder unter 15 Jahren durch Spielplatzgeräte so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. 2.600 Kinder verunglückte eben in diesen privaten Gärten, weitere 3.200 auf einem öffentlichen Spielplatz. Allerdings ist zu bedenken: In all diese Unfälle sind zwar Spielplatzgeräte involviert, doch nur die wenigsten von ihnen hatten einen Defekt. Oft fallen die Kinder durch Übermut von der Schaukel oder verlieren auf der Wippe das Gleichgewicht.

Diese durch kindlichen Übermut und nicht durch Produktfehler der Geräte verursachten Unfälle können – und hier kommt wieder der Betreiber ins Spiel – allerdings gemildert werden, wenn der Spielplatz unter Beachtung professioneller Richtlinien angelegt ist. Das größte präventive Potenzial liegt momentan in der Raumaufteilung der Spielplätze. Die Geräte müssen mit ausreichendem Abstand angeordnet sein. Besonders gilt das natürlich bei schwingenden Schaukeln. Eltern erkennen einen hochwertigen Spielplatz außerdem beispielsweise an üppig vorhandenem stoßdämpfendem Bodenbelag sowie an einem Zaun zur Abgrenzung vom Straßenverkehr.

Dennoch gibt es immer wieder auch kleine Mängel, die jedoch schnell ausgebessert sind, wenn das Zusammenspiel zwischen Eltern und Spielplatzbetreiber funktioniert. Eltern sollten Missstände wie Rost und Splitter dem Spielplatzbetreiber melden und ihn um Wiederherstellung bitten. Bei Glasscherben oder Hundstrümmerl können Eltern auch Eigeninitiative zeigen und durch eigenes Hand Anlegen den Spielplatz wieder attraktiv für ihre Kinder machen.

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