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Schutz der Kinder vor Porno- & Gewalt Seiten Drucken E-Mail
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Geschrieben von Martin Heppner   
Kids am ComputerDie positive Eigenschaft des Internets ist, dass man im Internet zu jedem Thema etwas finden kann. Bei Kindern, die bestimmte Inhalte aber nicht richtig verstehen oder verarbeiten können, kann diese positive Eigenschaft auch zum Fluch werden.

Pornoseiten oder Gewalt verherrlichende Seiten sind sicher nichts für Kinder. Kinder müssen entsprechend davor geschützt werden. Genauso, wie Sie Vorkehrungen treffen, dass Ihre Kinder nicht entsprechende Videofilme zu sehen bekommen, sollten Sie auch Vorkehrungen treffen, dass Ihre Kinder auch im Internet nicht mit derartigen Inhalten in Kontakt kommen.

Es liegt daher in der Verantwortung der Eltern, dass sie ihre Kinder vor Inhalten schützen, mit denen die Kleinen nicht umgehen können. Die sie überfordern und ihnen schlechte Träume und Verwirrung bescheren.

Kinderschutz-Programme

Grundsätzlich ist zu sagen: Es gibt Kinderschutz-Programme.
Aber keines dieser Programme kann die elterliche Aufsichtspflicht ersetzen!
Kein seriöses Programm wird das von sich behaupten.

Es gibt diverse kostenpflichtige, aber auch kostenlose Angebote, die einen Schutz anbieten. Ich möchte hier keine Produktempfehlung für ein bestimmtes System abgeben, da Ihre Wahl von verschiedenen Faktoren abhängen wird:

Wie alt ist Ihr Kind?

  • Ein 3 jähriges Kleinkind ist im Allgemeinen maximal 15 Minuten für ein bestimmtes Internetangebot (z.B. Malprogramm) zu interessieren. Deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass Ihr kleiner Liebling von selbst den Computer in Betrieb nimmt und bedenkliche Seiten ansurft. Für Kinder dieses Alters ist ein Schutzprogramm noch nicht unbedingt notwendig.
  • Für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren ist die Anleitung der Eltern auch noch sehr wichtig. Sie fungieren als der wichtigste „Filter“ oder vielmehr als lebende Surfempfehlung.
    Trotzdem würde ich Ihnen empfehlen jetzt einen Schutz einzurichten. Je selbständiger und experimentierfreudiger Ihr Kind mit dem Computer und seinen auch sehr positiven Möglichkeiten umgeht, desto leichter kann es auch ganz zufällig Seiten ansurfen, die es schwer verarbeiten kann.
  • Für Kinder die älter als 6 Jahre sind, ist ein Schutz unbedingt notwendig. Noch wichtiger ist aber die Information und das Gespräch darüber, was das Internet alles beinhaltet: Sprechen Sie offen über die Gefahren (Porno, Gewalt), aber auch über die positiven Elemente. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es mit Ihnen auch darüber reden kann, wenn es etwas sieht, was sie nicht für gut heißen.

Ihr eigenes Wissen über Computer und Internet
ist ein weiterer Faktor für die Wahl Ihres Filtersystems:

  • Kennen Sie sich gut aus, können Sie einen Filter wählen, den Sie selbst konfigurieren. Damit haben Sie die Kontrolle und brauchen sich nicht auf Urteile anderer verlassen.
  • Sind Sie sich nicht sicher, was alles gefiltert werden sollte, oder wissen Sie nicht genau wie Programme zu installieren und konfigurieren sind, ist ein kommerzielles Produkt, das Ihnen diese Dinge so weit wie möglich abnimmt, eher geeignet.

Bewährte Produkte

Es gibt verschiedene kommerzielle Produkte am Markt. Die drei bekanntesten sind die folgenden:
CyberPatrol unter www.surfcontrol.co.at
Cybersitter unter http://www.cybersitter.com
Netnanny unter http://www.netnanny.com

Ein gutes kostenloses Filtersystem bietet:
Internet Content Rating Association (www.icra.org).
ICRA ist eine Vereinigung zur Klassifizierung von Internet Inhalten. Die Vereinigung stellt kostenlos Filter zum Download zur Verfügung, die man sehr einfach selbst installieren kann.

Sie selbst können durch das Aktivieren von Vorlagen entscheiden, welche Inhalte gesperrt werden sollen, und welche nicht.
Die Internetseiten werden nicht durch ICRA bewertet, sondern durch den Seitenbetreiber selbst klassifiziert, wenn diese in das ICRA System aufgenommen werden möchten (www.webfamilie.at ist Teil dieses Systems).

Ab der Version 4.0 des Microsoft Internet Explorers wird auch das ICRA System unterstützt. Unter „Extras / Internetoptionen“, gibt es auf der Karteikarte „Inhalt“ die Möglichkeit die anzuzeigenden Inhalte filtern zu lassen. Unter http://www.icra.org/parents.html gibt es die deutsche Schritt-für-Schritt Anleitung zur Einrichtung.

Gemeinsames Surfen, der beste Schutz

Je mehr Sie sich mit Ihrem Kind gemeinsam mit dem Internet beschäftigen (es nicht überwachen, sondern anleiten, z.B. mit Surf Tipps und Spaß an den Entdeckungen, die sie gemeinsam machen) desto weniger besteht die Gefahr, dass Ihr Kind auf Seiten stößt, deren Inhalte nicht für Kinder geeignet sind.
Dies bedeutet aber natürlich nicht, dass ein Filter nicht trotzdem verwendet werden sollte.

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