Forum Babygalerie

Neues von der Babygallerie



Emil Leander ,..märzkindchen---1.3.08


Home arrow Gefühle arrow Allgemeines arrow Vorsicht Sonnenanbeter!
object(stdClass)#67 (3) { ["canEdit"]=> int(0) ["canEditOwn"]=> int(0) ["canPublish"]=> int(0) }
Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 2
SchlechtSehr Gut 
Geschrieben von Sigrun Rux   

Bronzefarbene Haut liegt nach wie vor im Trend. Allerdings wird das Sonnenbad durch das ständig wachsende Ozonloch über der Antarktis getrübt. Die permanente Abnahme dieser riesigen UV-Schutzbrille bewirkt eine vermehrte UV-Bestrahlung, die ihre Spuren hinterlässt: Hautkrebsgefahr aber auch das Risiko von Augenschäden nehmen zu. 

Endlich kann man wieder mehr Haut zeigen - aber wer trägt schon gerne seine Blässe zur Schau. Also hinein ins Solarium oder hinaus (möglichst Richtung Süden) in die Sonne. Mittlerweile machen sich jedoch bei einem Großteil der sonnenbewussten Bevölkerung Zweifel breit, ob sich denn heutzutage der Sonnenhunger so ganz unbeschadet stillen lässt. Einerseits wecken natürlich die warmen Sonnenstrahlen unsere Lebensgeister und kurbeln somit auch das Immunsystem kräftig an. Vor allem Kinder brauchen das UV-Licht zur Bildung und Aktivierung des wichtigen Vitamin D. UV-Strahlung tötet Keime und Bakterien, sorgt für eine bessere Durchblutung und stabilisiert den Kreislauf. Sonnenanbeter leben jedoch nicht ungefährlich. Zuviel Sonne macht nämlich krank, und das ist ein hoher Preis für die Sonnenbräune.

Sonnenschutz für Babys Der begehrte bronzefarbene Teint ist nicht, wie viele glauben, ein Ausdruck von Gesundheit, sondern nichts anderes als ein Schutzmantel, den sich die Haut zulegt, um sich vor der ultravioletten Strahlung zu schützen. Obwohl das UV-Licht nur 4 Prozent der auf die Erde gelangenden Sonnenstrahlung ausmacht, ist es für die meisten Hautschäden verantwortlich. 44 Prozent gehen auf das Konto der Infrarot-Strahlung, 52 Prozent sind sichtbares Licht.


UVA-Strahlen: Hautschädigung auf leisen Sohlen

Bis vor kurzem gab man nur den UVB Strahlen die Schuld an lichtbedingten Hautschäden. Erst Untersuchungen der letzten Jahre konnten beweisen, dass auch das UVA-Licht massive Schädigungen hervorrufen kann, wenn auch weniger spürbar, aber dafür umso nachhaltiger. UVA-Strahlung ist der langwellige, ultraviolette Anteil des Sonnenlichts, der zwar die schnelle Bräunung bewirkt, aber auch vorzeitige Hautalterung, Sonnenallergie und erhöhtes Hautkrebsrisiko auslösen kann. Denn das UVA-Licht dringt zu fast 40 Prozent in die Haut ein und verursacht dort Veränderungen an den Zellen. Die energiereicheren UVB Strahlen wiederum führen schon nach kurzer intensiver Sonnenbestrahlung zum Sonnenbrand und begünstigen die Tumorbildung, indem sie zielstrebig auf den Zellkern losgehen und den genetischen Code schädigen. Aus diesem Grund sollten nur mehr Sonnenschutzmittel mit Breitbandfilter (UVA-und UVB-Filterung) verwendet werden.

Entgegen einer weitverbreiteten Meinung bleibt auch der häufige Besuch im Bräunungsstudio nicht ohne Folgen. Für Menschen, die an Winterdepressionen leiden oder zu Neurodermitis neigen, ist die "künstliche Sonne" zwar durchaus sinnvoll, zur Vorbereitung der sonnenentwöhnten Haut auf den Urlaub ist sie jedoch weniger geeignet. Die im Solarium ausschließlich verwendete UVA-Strahlung bewirkt zwar eine relativ schnelle Bräune, die Haut kann aber dadurch keine Lichtschwiele, die ein wichtiger Schutzmechanismus gegen das UV-Licht ist, bilden.

Individueller Sonnenschutz

Mit Maß und Ziel genossen ist die Sonnenbestrahlung eine Streicheleinheit für Körper und Seele. Aber nur solange es dem natürlichen Schutzmechanismus der Haut gelingt, das Eindringen der schädlichen Ultraviolett-Strahlung zu verhindern. Zum einen entsteht dieser Schutz durch die Bildung der Lichtschwiele, einer Verdickung der äußersten Hautschicht. Jüngste Studien bestätigen aber auch die entscheidende Rolle der Pigmentierung unserer Haut. Wer über viele Pigmente verfügt, im allgemeinen sind das eher dunklere Hauttypen, wird schnell braun und transportiert damit ein Heer von Pigmentpunkten an die Hautoberfläche, die einen gut funktionierenden Schutzschild gegen das Licht bilden.

Auf den Punkt gebracht: Es hängt also vom Hauttyp ab, ob uns die Sonne gefährlich werden kann. Dementsprechend hoch sollte daher der Lichtschutzfaktor im Sonnenschutzmittel gewählt werden. Der Schutzfaktor erhöht die individuelle Eigenschutzzeit der Haut, das ist die Zeit, während der die Haut auch ungeschützt in der Sonne keinen Schaden nimmt. Bei ungebräunter Haut wird Lichtschutzfaktor 12 und aufwärts je nach geographischer Breite empfohlen. Bei empfindlichen Typen raten Hautexperten sogar, dass der Faktor 10 niemals unterschritten werden sollte. Besonders sensible Hautpartien wie Dekoltee und Gesicht, und hier speziell die Lippen, brauchen generell eine stärkeren Schutz. Etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung leiden an der sogenannten Sonnenallergie. Sie entsteht hauptsächlich durch eine Reaktion der Sonne mit manchen Inhaltsstoffen der Sonnenschutzmittel. Da diese Reaktion hauptsächlich über fetthaltige Substanzen ausgelöst wird, sollten allergiegefährdete Personen eher fettfreie Gele verwenden. Fährt man im Urlaub der Sonne entgegen, gehört eine ausreichende Menge an Sonnenschutzmittel, deren Verträglichkeit man kennt, schon vor der Abreise ins Reisegepäck.

Achtung Kinderhaut

Der natürliche Schutzmechanismus ist bei Kindern noch nicht vollständig ausgebildet, daher müssen sie mit allen Mitteln vor der Sonne geschützt werden. Das bedeutet Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, am besten ab Faktor 15 oder sogar Sunblocker. Sonnenbrand ist nicht nur eine große Qual für die Kleinen, es erhöht im Erwachsenenalter das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um ein Vielfaches. Empfehlenswert sind Sonnenschutzmittel, die hauptsächlich Mikropigmente enthalten. Diese dringen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren die UV-Strahlen wie ein Spiegel. Sommer, Sonne, Strand Dadurch kann ein Anteil an chemischen Sonnenfiltern und gleichzeitig das Allergierisiko gemindert werden. Kinder sollten mindestens alle zwei Stunden eingecremt werden, vor allem nach jedem Sprung ins kühle Nass, selbst wenn es sich um wasserfeste Produkte handelt. Aber Vorsicht: wenn die erste Zeichen einer Hautrötung sichtbar werden, hilft auch der Sunblocker nicht mehr. Dann heißt es: Raus aus der Sonne! Babys bis zu einem Jahr haben in der Sonne überhaupt nichts verloren. Sie sind am besten im Schatten aufgehoben, das gilt übrigens während der Zeit, wo die Sonne am stärksten scheint (11 bis 15 Uhr) auch für ältere Zeitgenossen. Bei größeren Kindern tun die Eltern gut daran, auf modische Trends einzugehen, wenn sich die Kids schwer dazu überreden lassen, die notwendige Kopfbedeckung oder ein schützendes T-Shirt zu tragen. Das ist vor allem bei Wasserratten zu bedenken, da sich die Wirkung der Sonne am Wasser bis zu 75 Prozent verstärkt.

Gefahr für die Augen

Nicht nur die Haut kann Schäden davon tragen, besonderer Schutz vor der UV-Bestrahlung ist auch für die Augen erforderlich. Die Augen sind zwar mit einem eigenen UV-Filter ausgestattet und können ein gewisses Maß an UV-Strahlung absorbieren, aber bei zu hoher Belastung durch UV-Licht kann es an den Augen zu ernsthaften Schäden kommen. Hornhautentzündungen oder sogar irreparable Netzhautschäden können die Folge sein. Eine gute Sonnenbrille sollte einen 100-prozentigen UV-Schutz bieten. Besonders schädlich sind getönte Brillen ohne UV-Schutz, da das Auge zwar vor dem sichtbaren Licht geschützt ist und damit weniger blinzelt, die Netz-und Hornhaut damit aber fast schutzlos der gefährlichen Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Mit einem Modell, das auch die Jüngsten „cool“ aussehen lässt, steht dem Freizeitspaß in der Sonne nichts mehr im Wege.

Diesen Beitrag im Forum diskutieren. (0 Beiträge)

 
zurzeit online:
22 Gäste